Worst of: Die schlechtesten Album-Cover des Jahres 2012
Das Artwork von Platten sollte im besten Fall (a) zur Musik passen, (b) neugierig machen und (c) gut aussehen. In der folgenden Liste kommen einige der Punkte a) und b) vor, aber bei c) scheiden sich natürlich die Geister – hier einiger Diskussionsstoff. Als letzte Liste des letzten Jahres präsentieren wir: die schlechtesten Album-Cover 2012, auch mal gut zum Kopfschütteln oder Schmunzeln.
10. Ke$ha – Warrior
80er-Endzeit-Fantasy schön und gut, aber vielleicht hätte Ke$ha doch ein paar Dollars mehr in ihre Design-Abteilung und deren Photoshop-Skills stecken sollen.
9. Ministry – Relapse
Kotze auf dem Cover-Artwork – da kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Ministry legen noch einen drauf und lassen eine stämmige Leiche zwischen Flaschen auf einem Schachbrettmuster-Boden herumliegen.
8. Two Door Cinema Club
Vielleicht war es in den 60ern noch künstlerisch entfernt akzeptabel, einen Höschen-Blick unter den Rock mit der Decke eines Raums zu verschmelzen – heute ist es nur noch peinlich. Warum hat niemand die jungen irischen Indiepopper Two Door Cinema Club am Ohr gezogen und ihnen die Pink-Floyd-meets-Sexismus-Idee ausgeredet?
7. Pitbull – Global Warming
Brilliant, wie hier einige Bühnenplattformen gekonnt mit der Erde im Aufheizungszustand gekreuzt werden – und ist das ein roter Vorhang, oder Schinken, der da über Pitbull im Bild hängt?
6. Gossip – A Joyful Noise
Bei flüchtigem Hinsehen denkt man sich nicht viel dabei – beim zweiten Blick sind dann die unförmigen Evil-Dead-Gliedmaßen vielleicht dafür verantwortlich, dass Gossip nicht an ihren Mainstream-Erfolg anknüpfen konnten.
5. No Doubt – Push and Shove
Elf Jahre hatten No Doubt Zeit, sich ein treffendes Reunion-Cover auszudenken – und dann gibt es ein Single-Member-Shot-Artwork mit Labyrinth-Effekt.
4. Bob Dylan – Tempest
Irgendwie schade, dass eins der meist gelobten Spätwerke der Songwriter-Legende dann mit einem Artwork ausgestattet ist, das Nik in drei Minuten besser hingekriegt hätte. Vielmehr sieht das Tempest-Cover aus wie eine erste Photoshop-Erfahrung: Zwei nicht gerade stimmige Schriftarten und Farben, dahinter ein vollkommen unzusammenhängendes Bild einer Skulptur und ein schwarzer Balken links.
3. Presets – Pacifica
Wir haben zwar keine richtig gute Idee, aber vielleicht können wir auf dem Wasser laufen und dann noch so einen wiiiiu-wiiiiu-Wischeffekt drüberlegen?
2. Cee Lo Green – Cee Lo’s Magic Moment
Und wer fährt den Rolls Royce mit den Geschenken und den weißen Pferden davor? Richtig, der Rentier-Chauffeur, der neben dem aufgeblasenen Pelzmantel von Cee Lo lächerlich klein wirkt.
1. Death Grips – No Love Deep Web
Über Platz 1 der Liste kann es 2012 keinen Zweifel geben: Als die experimentellen HipHopper Death Grips ihr zweites Album einfach vor Veröffentlichung selbst ins Netz leakten (und daraufhin von Epic gefeuert wurden), wählten sie auch ein aufsehenerregendes Artwork – den Penis von Sound-Schrauber Zach Hill, der kurzerhand den Albumnamen draufschrieb. Schön ist was anderes.
http://pitchfork.com/features/staff-lists/9013-the-worst-album-covers-of-2012/












