Neue Musik 2013: Die kommenden Stars und Geheimtipps

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Wie schon letztes Jahr werfen wir einen Blick in die Kristallkugel, welche Musiker in den kommenden Monaten auf der Bildfläche erscheinen werden. Aus unserer Vorhersage für 2012 haben es einige Namen tatsächlich in die Jahres-Bestenlisten geschafft (allen voran Frank Ocean, aber auch Lana Del Rey, Kraftklub…). Auch für dieses Jahr geben wir unser Bestes, die kommenden Stars und einige Geheimtipps vorzustellen, die für den Soundtrack und die neue Musik 2013 sorgen könnten.

Neue Musik 2013: Die kommenden Stars und Geheimtipps

Jake Bugg

Das ist eine Steilvorlage, denn Jake Buggs Debüt erscheint in Deutschland zwar erst am 25.1., kletterte in Großbritannien aber schon Ende 2012 auf Platz eins der Charts. Da singt ein 18-Jähriger einfach seine Folksongs, die auch mal an die klassischen 60s oder 70s denken lassen. Und das klingt frisch und sehr reif zugleich, Songwriting und Stimme. Da dürfen die Vergleiche mit Bob Dylan und Donovan natürlich nicht fehlen.

MS MR

Das New Yorker Duo MS MR sorgte schon mit dem Track “Hurricane” und der 2011er-EP “Candy Bar Creep Show” für Aufsehen – und wird im Mai mit dem Debüt-Album durchstarten. Ein träumerischer Elektro-Pop-Sound mit einer Stimme, die andere Möchtegern-Sternchen verblassen lässt.

Dark Doo Wop from MS MR on Vimeo.

Sweet Sweet Moon

Unbedingt das Video ansehen: Der Wiener Multi-Instrumentalist Matthias Frey tritt in der Regel allein mit Geige und Loop-Pedal auf, ähnlich wie Owen “Final Fantasy” Pallett, und singt dazu mit ergreifendem Timbre. Sweet Sweet Moon ist 2013 auf Europa-Tour, auf Bandcamp gibt es mehr zu hören.

Gary Clark Jr.

Schon 2011 vom Rolling Stone zur “Best Young Gun” erklärt, gilt Gary Clark Jr. wahlweise als neuer Jimi Hendrix oder als Zukunft des Texas Blues. Nach diversen EPs erscheint im Februar das gut abgehangene Album “Blak and Blu”.

AlunaGeorge

Mit nur drei Singles ist das Londoner Duo AlunaGeorge gerade für den Brit-Award nominiert, außerdem für den BBC-Sound-of-2013. Mit ihrer Mischung aus sehr britischen Garage-Beats und dem sanften Soul-Gesang treffen die beiden aber auch wirklich einen Genre-übergreifenden Nerv.

Atoms For Peace

Die Supergroup Atoms For Peace bringt 2013 endlich ihr erstes Album heraus – Thom Yorke von Radiohead tat sich 2009 mit Flea (Red Hot Chili Peppers) zusammen, nahm noch Erfolgsproduzent Nigel Godrich und einige andere dazu. Das Debüt “Amok” erscheint im Februar und wird offenbar die Radiohead-Elektronik noch etwas experimenteller ausmalen.

Gabrielle Aplin

Die 20-jährige Britin brachte es mit drei selbstverlegten EPs zu einem Werbespot-Vertrag, der ihre Version von “The Power of Love” auf Platz eins in England katapultierte. Im Mai 2013 steht dann das Major-Debüt-Album an, das ihren gebügelten Singer/Songwriter-Folk sicher als Gaststar in einige Castingshows bringen wird.

Prag

Wahrscheinlich sollte man Nora Tschirner nicht mit ihren Filmrollen verwechseln, aber denken wir lieber nicht an Keinohrhasen, sondern an die Halluzinelle aus Ijon Tichy Raumpilot. Jedenfalls: Nora Tschirner singt und hat eine Band namens Prag, zusammen mit Tom Krimi und Erik Lautenschläger (der schon länger mit Erik & Me die kleinen und großen Bühnen der Republik bespielt) – ein Trio, das eher verschrobenen deutschsprachigen Chanson macht. Im Februar kommt das Debüt-Album “Premiere”, das sich sicher gut auf nachdenklichen Frühlingsfahrten ins Grüne hören lässt.

Ian Fisher and The Past

Dieser junge Mann aus Missouri lebt seit Jahren im europäischen Exil und legt im März das Debüt mit seiner Americana-Band “The Past” vor. Da weht die Pedal-Steel-Gitarre durch die Wüste, Ian Fisher lässt seine Stimme zwischen Wispern und metallenem Volumen changieren, und seine Songs atmen die großen amerikanischen Folk-Songwriter, wie Guthrie, Dylan, Hank Williams.

SAM

Die Brüder Samson und Chelo, zusammen SAM, machen sich mit ihrem sommerlichen Rap auf die Spuren von Cro. In dessen Vorprogramm konnten sie schon einige Anhänger gewinnen, das 2012er-Mixtape “Zweinullzwölf” gibt es gegen Mail-Adresse kostenlos, und in diesem Jahr werden wir sicher noch mehr von SAM hören.

Kodaline

Die irische Formation Kodaline könnte das nächste große Ding der Folkband-Welle werden, mitsamt Coldplay-artigen Hymnen und dem Auftauchen in einer Grey’s-Anatomy-Folge. Und einem ziemlich coolen Video. 2013 kommt noch die EP “High Hopes” und dann das Debüt-Album.

Kodaline – All I Want from TIDAL on Vimeo.

Angel Haze

Wieder ein amerikanisches Rap-Selfmade-Woman: Angel Haze (bürgerlich: Raykeea Wilson) wurde als Gegenspielerin von Azealia Banks inszeniert, das Spannende ist allerdings der minimalistische, stilvolle Beat-Hintergrund. Minimal R’n'B, das wäre doch mal was.

Patrick Richardt

Das jüngste Signing von Grand Hotel van Cleef wird (naturgemäß) von Thees Uhlmann mit den größten Vorschusslorbeeren bedacht. Patrick Richardt spielt packende Singer/Songwriter-Songs mit Indiepop-Appeal, die sich tatsächlich bei Gisbert zu Knyphausen, meinetwegen auch Dylan und Conor Oberst einordnen lassen. Das Debüt “So, wie in Kriegen” (Januar 2013) wird entscheiden, ob der junge Mann gekommen ist, um zu bleiben.

A*M*E

80er-Eurodance will never die: Die 18-jährige in Sierra Leone geborene A*M*E wurde von Gary Barlow gesignt und könnte 2013 dieses inszenierte Pop-Ding werden, das für ein paar noch zu verfluchende Ohrwürmer verantwortlich ist – kommender Star eben. Mit K-Pop-Einflüssen.

So weit unser Blick in die Kristallkugel, aber natürlich kommt da jede Menge guter neuer Musik 2013 auf uns zu. Welche Tipps habt ihr noch auf Lager, welche Newcomer und Bands würdet ihr noch auf die Liste setzen?

Weitere Themen: Ian Fisher


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