kino.to – GVU will strafrechtliche Verfolgung der Nutzer

von

Nicht genug, dass Kleinkriminelle, wie sie die GVU (Gesellschaft für Urheberrechtsverletzung) wohl bezeichnen würde, nun nicht mehr in der Grauzone des halblegalen Streamings Filme auf kino.to anschauen können, jetzt fordert die Gesellschaft auch noch die Verfolgung derer Nutzer.

kino.to – GVU will strafrechtliche Verfolgung der Nutzer

Lange hatte man sich per Mundpropaganda über die Halblegalität des Streaming-Portals kino.to sein eigenes Gewissen und seine Verpflichtung gegenüber der Gesetzestreue gütlich getan, doch nach der Verhaftung der Betreiber und Schließung der Seite, schwappen hohe Wellen der Unsicherheit im Internet auf.

GVU-Geschäftsführer Dr. Matthias Leonardy sagte nun im firmeneigenen Blog, dass sich auch jeder Nutzer des Portals durch das Ansehen der Filme strafbar gemacht habe. Während des Streamens würden diverse Speicherungen auf dem Rechner geschehen, die einem Download, beziehungsweise einer bewussten Speicherung gleichkämen und somit zu einer Straftat würden.

“Das ist rechtlich eine Kopie. Eine Kopie von einer illegalen Vorlage – worum es sich bei den Filmen von kino.to regelmäßig gehandelt hat – ist selbst auch immer illegal.”

Nun fordert die GVU Schadensersatzforderungen, zivil- und strafrechtliche Verfahren mit Geldbußen und sogar Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren. Die Gerichte hingegen seien überlastet, die Rechtslage noch nicht vollkommen geklärt und zudem würden IP-Adressen bei mehreren Providern, so zum Beispiel Telekom, 1&1 sowie Congstar nur sieben Tage gespeichert werden.

Die Schließung des Portals zog zudem einen Angriff durch die berüchtigte Hacker-Gruppierung Anonymous auf die GVU-Site nach sich.

Weitere Themen: Kino.to


Kommentare zu diesem Artikel

Anzeige
GIGA Marktplatz