Transport Tycoon Deluxe - Chris Sawyers erster Geniestreich

Leserbeitrag
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(Daniel) Damals, in den guten alten 90er Jahren gab es ein Spiel, was Tausende PC-Zocker länger an ihren Rechner fesselte, als sie Zeit im Bett verbrachten. Transport Tycoon von Chris Sawyer! Diese Wirtschaftssimulation überraschte durch ein sehr komplexes, aber ziemlich schnell verständliches Spielprinzip. Und das das heute auch noch verdammt viel Spaß macht beweisen wir euch heute und im Laufe der Woche in unserem GIGA-Anti-Finanzkrisen-Special.

1994 dachte sich Chris Sawyer, dass es an der Zeit wäre eine komplexe Wirtschaftssimulation für die Breite Masse der PC-Spieler zu schaffen und brachte “Transport Tycoon” heraus.
Worum geht es?
Na ja. Der Name ist Programm.
Transport!

Im Jahre 1950 startet ihr quasi mit Nichts.
Aber: ein ganzes Land wartet darauf von A nach B zu kommen.
Dutzende Städte schreien nach einer Bahn-, oder wenigstens einer Busverbindung.
Rohstoffbetriebe und Industrien verlangen nach Warentransporten. In den Städten stapeln sich Passagiere und Post.
Aller Anfang ist schwer und so beginnt man im Regelfall – weil die Kasse so gut wie leer ist – mit ein paar Bushaltestellen in mehreren benachbarten Städten.
Jede Fahrt des altersschwachen Busses spült ein wenig Geld in unsere Kassen und so können wir nach den Bussen auch einen ersten Bahnhof bauen.

Fortschritt und neue Technologien wurden in “Transport Tycoon” groß geschrieben.
Nach und nach stehen uns immer neuere Fahrzeuge, Züge, Flugzeuge, Schiffe und dergleichen zur Verfügung.
Und ist man erst im 21 Jahrhundert angekommen, so überschlagen sich die technischen Errungenschaften. “Züge, die langsamer als 400 km/h fahren? Sowas gab es mal?”

Chris Sawyer hat es mit “Transport Tycoon” geschafft einen beinahe nie endenwollenden Titel zu kreiieren. Die Möglichkeiten Städte, oder Industrien mit einander zu verbinden sind nie ausgeschöpft, egal wie lange man baut und egal wie viele Züge, Flugzeuge, Schiffe und Autos durch die Gegend rasen.
Und so potenziert sich irgendwann auch das Geld, was man einnimmt.
Das kann man in unsinnig teure Bauprojekte stecken, oder pumpt es in eine, oder mehrere Städte, damit diese noch rasanter wachsen.
Nur um dann ein paar Spiel-Jahre später noch mehr Geld zu scheffeln.

Wer lange genug durchhält kann in diesem Spiel den Punkt erreichen, an dem man sich einfach nur zurücklehnt und das scheinbar heillose Chaos auf dem Bildschirm genießt. Außer einem selbst blickt nämlich niemand mehr durch. Einfach herrlich!

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