DVD-Check: American Gangster - Extended Version

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(Christiane) Wenn Ridley Scott einen neuen Film rausbringt, kann man in den meisten Fällen mit einem spannenden Werk rechnen. In der heutigen Sendung haben wir uns deswegen die von ihm verfilmte Biographie des Gangsterbosses Frank Lucas vorgenommen, die den bezeichnenden Namen "American Gangster" trägt.

DVD-Check: American Gangster - Extended Version

Bis es die Geschichte des Drogenhändlers Frank Lucas auf die Leinwand schaffte, vergingen so einige Jahre. Im Jahre 2000 veröffentlichte ein Journalist die Biographie im “New York Magazine”, was einige Menschen hellhörig werden lies. Daraufhin war Antoine Fuqua auf den Geschmack gekommen und wollte den Stoff mit Denzel Washington und Benicio Del Toro verfilmen. Kurz vor Drehstart brach Universal das Projekt allerdings aus Kostengründen ab. Danach versuchten sich noch Regisseure wie Brian de Palma und Terry George an dieser Geschichte, aber ebenfalls vergebens. So dauerte es insgesamt 7 Jahre, bis es der Film endlich in die Kinos schaffte, und das verdanken wir dem Gespann von Ridley Scott und Drehbuchautor Steven Zaillian. Wenn man diese beiden Herren mit den Hauptdarstellern Denzel Washington und Russell Crowe zusammen bringt, kann man schon von einem Meisterwerk ausgehen. Aber ob es tatsächlich eines geworden ist? Was haltet Ihr von der Verfilmung?

Der Inhalt richtet sich weitesgehend an die wahre Geschichte des Mafiabosses Frank Lucas. Denzel Washington, der den Gangster mimt, ist hierbei der Gegenspieler des Cops Richie Roberts (Russell Crowe). Lucas kontolliert den gesamten Drogenhandel New Yorks, indem er während des Vietnam Kriegs die Drogen aus dem Kriegsgebiet direkt in die USA bringen lässt. So verkauft er bessere Qualität für weniger Geld. Er versucht sich in seiner Lebensweise bedeckt zu halten, um nicht die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich zu ziehen. Aber wie sollte es anders sein, geht dies schief und es kommt zum Machtkampf zwischen den beiden Protagonisten.

Ridley Scott gehört mit seinen nun mehr 70 Jahren bestimmt nicht zum alten Eisen, das beweist er immer wieder eindrucksvoll. Die Darsteller spielen ihre Rollen brilliant und auch die Stimmung der Zeit wird gut eingefangen. Allerdings braucht man gutes Sitzfleisch, um dieses Werk zu verfolgen, denn mit 158 Minuten zieht sich die Geschichte doch das ein oder andere Mal etwas in die Länge. Wirkliche Spannung kommt nicht auf, eher ist es so, dass die Biographie von Frank Lucas vielmehr interessant ist und einen auf skurile Art und Weise fasziniert. So warten wir gespannt auf das nächste Werk des Altmeister Ridley Scott.

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