Die Harald Schmidt Show wird eingestellt - und Schmidt macht Witze darüber

Martin Beck
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„Late Night“ und Harald Schmidt: Eine eigentlich große Liebe, die allerdings am 3. Mai ihr wohl endgültiges Ende finden wird. Sat.1 zückt die miese-Quoten-Karte und stellt die Sendung ein.

Die Harald Schmidt Show wird eingestellt - und Schmidt macht Witze darüber

Dass die Sendung Probleme hat, merkt man nicht nur an der Aufstockung auf drei Termine pro Woche. Es schalten einfach viel zu wenig Leute ein, der Senderschnitt ist in weiter Ferne und selbst starke Vorläufe, wie z.B. die Champions League, bringen keine großen Quotensprünge.

Das wirklich tragische an dieser Situation ist die nach wie vor blendende Laune des Gastgebers der Sendung, der nicht nur reihenweise spannende Gäste ankarrt, sondern auch sonst Unterhaltung auf oberem TV-Niveau bietet. Harald Schmidt ist so sehr eine Klasse für sich, dass man anscheinend gar nicht mehr merkt, wer und was da weit unter ihm so werkelt.

Rein wirtschaftlich kann man die Entscheidung von Sat.1 nachvollziehen, alles weitere dagegen liegt ganz, ganz doll im Argen. Der beste Beweis dafür kam gestern von Harald Schmidt selber, der NATÜRLICH die Kündigung zu einem großen Thema in der Show machte und gleich mehrmals unter Beweis stellte, dass die Absetzung ein großes schwarzes Loch hinterlassen wird.

Ein paar Beispiele gefällig? Bitteschön:

  • „Nach diesem Spiel da freut man sich als Fan natürlich richtig auf das Finale am 3. Mai, äh sorry, am 19. Mai. Oh, das ist eine wichtige Information für sie: Meine Show am 3. Mai ist bereits ausverkauft. Das schaffen nicht mal die Bayern: Zwei Finale innerhalb von einem Jahr. Das zweite Finale für mich nachdem ich das letztes Jahr bei der ARD schon gewonnen hatte. Zwei Sender-Finale in einer Spielzeit schaffen nur ganz, ganz wenige.“
  • „Mit der Champions League ist hier auf Sat.1 im Mai Schluss. Was man hört: Die Spiele sollen gut gewesen sein, aber die Quoten waren nicht so doll.“
  • „Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde, ich weiß nicht ob es heute zu ihnen durchgedrungen ist in einem der zahlreichen Mediendienste oder im Internet: Aber, ich habe mich heute von meinem Sender getrennt. Ich hab‘ meinen Sender rausgeschmissen. Ich war im Großen und Ganzen zufrieden mit ihm über all die Jahre. Er ist für mich einer der Großen unter den deutschen Sendern. Aber die Quoten in meinem Umfeld waren derart mies, dass ich gesagt habe: Das kann ich mir nicht länger antun, ich schmeiß Euch raus.“
  • „Ich bin seit gestern wieder dem freien europäischen Arbeitsmarkt zugeführt worden… und kommt mir nicht mit ZDFneo! Das ist ein Sender für arbeitslose Spätpubertierende die den Kapitalismus nicht begriffen haben. Erwähnt nie in meiner Gegenwart den Sender ZDFneo!“
  • „Ich gehe ab jetzt wahrscheinlich bei ZDFneo putzen, aber für Thommy, den können wir in seinem Kampf um das neue Konzept noch unterstützen.“
  • „Nein, RTL ist kein Sender für mich. Das Niveau bei den Nachmittagsshows mag ich nicht”.


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