Hiroshi Yamauchi - Das Leben des Ex-Nintendo-Bosses Teil 1

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(Jens) Nintendo gehört zu den größten Firmen der Videospielbrance. Ob Mario, Zelda oder Donkey Kong: Selten brachte das Unternehmen einmal einen richtigen Flop heraus. Doch Nintendo hätte es ohne eine Person wohl nicht dahin geschafft, wo es heute steht. Und damit meinen wir nicht Shigeru Myamoto, einen der besten Spiele-Designer der Welt ist. Nein, wir reden von Hiroshi Yamauchi, dem ehemaligen Präsidenten von Nintendo. Grund genug also, ihm einen eigenen Artikel über sein Leben zu widmen.

Hiroshi Yamauchi - Das Leben des Ex-Nintendo-Bosses Teil 1

Wie alles begann

Hiroshi Yamauchi erblickte am 7. November 1927 in Kioto in Japan das Licht der Welt. Mit 12 Jahren wurde er von seinen Eltern auf eine Privatschule geschickt. Während seiner Schulzeit fasste er den Entschluss, Jura oder Maschinenbau zu studieren. Allerdings machte ihm dabei der 2. Weltkrieg einen Strich durch Rechnung. Da er jedoch noch zu jung war, um auf dem Schlachtfeld zu kämpfen, steckte man ihn in eine Militärfabrik, um dort bei der Herstellung von Waffen mitzuwirken.
Der Krieg endete bekanntlich 1945 und zu diesem Zeitpunkt konnte Yamauchi endlich seine eigenen Ziele verfolgen. Er begann in Tokio an der Waseda-Universität Jura zu studieren, welche heute eine der beiden angesehensten privaten Universitäten Japans ist. Kurz darauf heiratete er Michiko Inaba. Da er allerdings keinen Kontakt zu seinem Vater hatte, übernahmen seine Großeltern die Organisation der Hochzeitsfeier.

Yamauchis Großvater war übrigens zu der damaligen Zeit Präsident von Nintendo. 1949 erlitt dieser allerdings einen Hirnschlag, woraufhin er die Firma natürlich nicht mehr leiten konnte. Da Yamauchi als einziger als Erbe in Frage kam, übernahm er den Posten, brach sein Studium ab und leitete von nun an Nintendo unter der Bedingung, dass er das einzige Familienmitglied sein müsse, das in dem Unternehmen arbeitet. Daraufhin wurde sein Cousin entlassen, sein Großvater starb kurze Zeit später.
Yamauchi hatte allerdings keinen einfachen Start in der Firma. Aufgrund seines jungen Alters und den fehlenden Erfahrungen im Management-Bereich, wurde er von vielen Mitarbeitern nicht wirklich ernst genommen. So hatte er kurz nach seinem Dienstantritt auch schon mit einem Streik einiger Fabrikarbeiter zu kämpfen, welche die Hoffnung hatten, dass er sich dadurch leichter “in die Knie zwingen lasse”. Doch Yamauchi konnte sich innerhalb des Unternehmens behaupten und seine Stellung manifestieren, indem er einfach vielen Mitarbeitern, die schon lange Jahre für Nintendo gearbeitet hatten und seine Autorität nun in Frage stellten, kündigte. Eine ziemlich radikale Maßnahme. Jedenfalls änderte er anschließend den Firmennamen um in Nintendo Karuta und gründete einen neuen Sitz in Kyoto. Außerdem legte Yamauchi fest, dass er fortan der Einzige sein würde, welcher über neue Produkte und deren Markteinführung entscheidet.

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