Yamauchi bemerkte relativ schnell, dass der technologische Fortschritt in der Eletronikindustrie immer größer wurde und im Gegensatz dazu die Preise jedoch abnahmen. Also wollte er noch tiefer in diese Branche „eindringen“. Zu dieser Zeit gab es bereits zwei Hersteller, die Videospielkonsolen verkauften: Atari und Magnavox. Mit letzterem handelte Yamauchi einen Lizenzvertrag aus, der besagte, dass Nintendo das Magnavox Oddysssey – die erste Konsole überhaupt – in Japan verkaufen dürfe. Nachdem er einige ehemalige Mitarbeiter von Sharp eingestellt hatte, veröffentlichte Nintendo in Japan das Color TV Game 6, welchem diverse Überarbeitungen und Updates folgten.

Da in den USA der Arcade-Markt stetig wuchs, wollte Yamauchi auch hier sein Geld verdienen. Nintendo of America wurde gegründet, Chef der Zweigstelle war Minoru Arakawa, der Schwiegersohn von Yamauchi. Allerdings konnte man mit Spielen wie Radar Scope, Space Fever und Sheriff, welche in Japan große Hits waren, in den USA keinen Erfolg feiern. Daraufhin wandte sich Yamauchi an Shigeru Miyamoto, der gerade Donkey Kong entwickelt hatte – und das Spiel wurde auf Anhieb ein Erfolg in den USA.

Yamauchi ernannte Gunpei Yokoi zum Leiter der Spieleabteilung, welcher dann das Game & Watch entwickelte, was das erste tragbare LCD-Videospiel war, das einen Mikroprozessor beinhaltete. Trotz des Erfolges war Yamauchi nicht wirklich zufrieden. Er wollte ein Produkt auf den Markt bringen, das sowohl günstig genug sei, damit es sich so viele Leute wie möglich leisten könnten, das aber auch einzigartig sei, um den Markt für eine lange Zeit dominieren zu können.

Um welches Produk es sich dabei handelte und wie Yamauchis Karriere bei Nintendo weiter ging, erfahrt ihr am Freitag im 2. Teil.

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