Erneut Spekulationen um Apple-Design-Chef: Zieht sich Jonathan Ive langsam zurück?

Florian Matthey
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Verabschiedet sich Jonathan Ive langsam von Apple? Erneut sind Spekulationen über die aktuelle und zukünftige Rolle des Chief Design Officer aufgekommen. Das 300-Euro-Apple-Design-Buch sehen manche sogar als Anfang von Ives Abschied.

Erneut Spekulationen um Apple-Design-Chef: Zieht sich Jonathan Ive langsam zurück?

300-Euro-Bildband als Abschied an die Apple-Gemeinde?

Bei Apple ist seit einer Woche ein hochqualitativer Bildband mit Apple-Design der letzten 20 Jahre für 199 beziehungsweise 299 Euro erhältlich. Einige Beobachter glauben offenbar, dass „Designed by Apple in California“ Jony Ives Abschied in Richtung Ruhestand einläuten könnte: Zum Schluss möchte er noch einmal auf die Highlights seiner Karriere zurückblicken.

In seinem Podcast The Talk Show sprach der Apple-Insider John Gruber mit Jason Snell, dem Gründer des Apple-Blogs Six Colors, über Ives aktuelle und zukünftige Rolle im Unternehmen. Gruber berichtet, dass er gehört habe, dass Ive nicht mehr so direkt in das Produktdesign bei Apple involviert sei. Stattdessen konzentriere er sich mehr auf Gebäude wie den Apple Campus 2 und Apple Stores. Es sei sogar so, dass er von allen anderen Apple-Top-Managern am engsten mit der Apple-Store-Chefin Angela Ahrendts zusammenarbeite.

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Apple-Insider relativiert seine Aussagen zu Ive

In einem Blog-Eintrag hat Gruber die Aussagen aber mittlerweile wieder relativiert: Seine Quellen hätten ihm nicht gesagt, dass Ive nichts mehr mit dem täglichen Produkt-Design-Geschäft zu tun habe. Stattdessen sagten sie nur, dass sie glaubten, dass dies der Fall sei. Gruber selbst glaubt, dass Ive sehr wohl noch jedes einzelne Produkt absegne, sich aber eben nicht mehr ums tägliche Management kümmere. Das Design-Buch könnte auch eine Ehrung früherer Kollegen sein, die nicht mehr bei Apple sind, statt eines Abschiedsgesangs des Design-Chefs selbst.

Allerdings sind solche Spekulationen nicht neu: Als Ive letztes Jahr den neu geschaffenen Posten „Chief Design Officer“ einnahm, glaubten einige Beobachter, dass es sich nicht wirklich um eine „Beförderung“ handelte. Der Titel sei eher symbolisch; das eigentliche Tagesgeschäft würden nunmehr andere übernehmen, damit Ive mehr Zeit mit seiner Familie in England verbringen könne. Insgesamt würden Produkte nicht mehr so sehr die Handschrift des Briten tragen.

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Design-Sünden der jüngeren Vergangenheit

Tatsächlich gab es gerade in jüngerer Zeit Produkte, die manche Beobachter als „Design-Sünden“ bezeichnen würden: Man denke an den Apple Pencil, den Benutzer unpraktisch ins iPad Pro stöpseln müssen, die Magic Mouse 2, die sich während des Aufladens nicht benutzen lässt, und vor allem das Smart Battery Case fürs iPhone, das selbst einige Apple-Fans einfach hässlich finden. Man stellt sich zumindest die Frage, ob die jeweilige Idee noch von Ive selbst stammte. Und dann ist da ja noch der Kamera-Hubbel in den aktuellen iPhone-Modellen.

Quelle: Daring Fireball via AppleInsider

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