Apps statt Webapps: Larry Page ändert Googles mobile Strategie

Frank Ritter
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Google ist auf der Suche nach dutzenden neuer Entwickler für mobile Apps. Grund ist ein Strategiewechsel bei Google: Larry Page, ab April neuer Geschäftsführer von Google, bevorzugt die Simplizität und Geschwindigkeit von Apps im Vergleich zu systemübergreifenden Web-Apps, die im Browser laufen.

Apps statt Webapps: Larry Page ändert Googles mobile Strategie

Laut Informationen des Wall Street Journals möchte Google mit dem erhöhten Engagement in Apps Apple stärker herausfordern. Bereits jetzt begibt sich Google auf die Suche nach neuen Softwareentwicklern, Produktmanagern, Spezialisten für Benutzerschnittstellen und Ideengeber für mobile Apps. Desweitreren haben auch interen bereits Mitarbeiter ihren Stelle gewechselt, um der Neuausrichtung Rechnung zu tragen.

Weiterhin besteht die Chance, dass Google-App zukünftig immer häufiger nur für Android erscheinen. Die Informanten des Wall Street Journals wussten außerdem zu berichten, dass Apps zukünftig weltweit und stärker in kleinen Teams von wenigen Mitarbeitern entwickelt würden. Diese Apps sollen ein großes Funktionsspektrum umfassen — von Spielen im Stile der <a href="http://www.giga.de/androidnews/"Angry Birds" bis hin zu ortsbasierten Checkin-Diensten wie “Foursquare”.

Die Rekrutierung der neuen Mitarbeiter wird von Benjamin Ling durchgeführt, der offiziell noch mit der Monetarisierung von Googles Videodienst YouTube betraut ist und bis Sommer 2008 bei Facebook gearbeitet hat. Google verweigerte bis dato jeden Kommentar.

Es wird erwartet, dass sich der Umsatz, der mithilfe mobiler Apps erwirtschaftet wird, im Jahr 2011 auf 15,1 Milliarden Dollar (ca. 11 Milliarden Euro) etwa verdreifacht.

Wall Street Journal: Google Searches for Mobile-App Experts

Bild “Larry Page”: Marcin Mycielski, European Parliament/Wikipedia

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