Larry Page: Nexus-Geräte von Motorola sind nicht ausgeschlossen

Lukas Funk
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Im Sommer vergangenen Jahres tauchte wie aus dem Nichts die Meldung auf, dass Google im Begriff sei, Motorolas Mobilsparte aufzukaufen. Träumten viele Android-Enthusiasten schon voreilig von einer neuen Generation von Nexus-Geräten – exklusiv von Motorola in engster Zusammenarbeit mit Mutterkonzern Google gefertigt – so wurde damals einzig Motorolas Patentportfolio als Begründung angeführt und von der Konzernmutter häufig betont, dass die Konzerne unabhängig voneinander agieren würden. In einem Interview lässt Google-CEO Larry Page nun durchblicken, dass das Motorola Nexus in Zukunft trotzdem möglich sein könnte.

Larry Page: Nexus-Geräte von Motorola sind nicht ausgeschlossen

Waren Motorolas Smartphones bislang fast durchgehend von guter Hardware und guter Verarbeitung geprägt, so trübte die durchwachsene Herstelleroberfläche MotoBlur fast ebenso durchgängig den Gesamteindruck. Entsprechend hoch waren die Hoffnungen, als im August 2011 eine Pressemittelung Googles die Übernahme von Motorola Mobility öffentlich machte. Schnell schob Google den Gerüchten von gemeinsam entwickelten Nexus-Geräten einen Riegel vor: Nur aufgrund von Motorolas umfassendem Patentportfolio habe man sich für die Übernahme entschieden. Android-Chef Rubin betonte überdies, dass die Unternehmen von einer „Firewall“ getrennt blieben und komplett unabhängig voneinander geführt würden.

Dass sich dies in Zukunft ändern könnte, kann man aus einem Interview des Fortune-Magazins mit Google-CEO Larry Page herauslesen. Auf die Frage hin, warum es bisher kein Motorola-Nexus gab, antwortete dieser (von uns frei übersetzt):

Zunächst einmal wäre es bislang noch gar nicht möglich gewesen, ein Motorola Nexus zu veröffentlichen. Dazu besitzen wir die Firma noch nicht lange genug.

Eine klare Verneinung ist hier nicht zu lesen. Und statt danach weiter auf die Frage einzugehen, weicht Page lieber auf den Gedanken des Nexus-Programms und das Verhältnis zu anderen Android-Partnern aus. Wirft man aber einen Blick darauf, wie sich die Software auf Motorolas Geräten seit der Übernahme durch Google verändert hat – Stichwort RAZR i –, so ist die Tendenz hin zu einem Vanilla-Android zumindest erkennbar. Ein Motorola Nexus wäre in nicht allzu ferner Zukunft also durchaus möglich.

Des weiteren äußert Page in dem Interview unter anderem seine Sicht auf den Konflikt mit Apple und andere Konkurrenten, seine Zufriedenheit mit der Entwicklung von Google+ und Googles Versuchslabor für Zukunftstechnologien, Google X.

Könntet ihr euch für ein Nexus Smartphone oder Tablet von Motorola begeistern? Oder gibt es neben der Software noch weitere denkbare Mängel? Hoffnungen und Wünsche bitte in die Kommentare.

Quelle: Fortune [via SmartDroid]

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