Machtwechsel bei Google: Larry Page CEO, Schmidt weiter an Bord

Amir Tamannai
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Kleine Sensation in Googles vierteljährlicher Bilanz-Pressemitteilung: Google Mitbegründer Larry Page wird ab April den Posten des CEO (Geschäftsführender Direktor) übernehmen. Der bisherige Chef, Eric Schmidt, wird aber keineswegs geschasst, sondern fungiert weiterhin als Berater und zeichnet als “Executive Chairman” künftig für die externen Belange des Unternehmens verantwortlich.

Machtwechsel bei Google: Larry Page CEO, Schmidt weiter an Bord

Eric Schmidt wird sich künftig unter anderem um Partnerschaften mit anderen Unternehmen, Customer Relations aber auch Verhandlungen mit offiziellen Regierungsstellen kümmern, wenn Larry Page ab 4. April das Tagesgeschäft des Konzerns übernimmt.

Ein spezieller Grund für den Wechsel an der Google-Spitze ist aktuell nicht bekannt, Eric Schmidt ließ in einem Blogpost lediglich verlauten, dass der Hintergrund der Maßnahme “die Idee” sei, “Google so effizient wie möglich zu führen” und dass “Larry bereit sei, das Steuer zu übernehmen.” Klingt (oder besser: soll klingen) nach einer schlichten Optimierung der Organisationsstruktur des Unternehmens.

Wir mutmaßen allerdings, dass die nicht immer sonderlich öffentlichkeitswirksamen Aussagen Schmidts zum Thema Datenschutz (Wer nicht wolle, dass etwas über ihn bekannt werde, solle das am besten gar nicht erst tun; Jugendliche sollten beim Eintritt ins Erwachsenenalter ihren Namen ändern können, weitere Sprüche gibt es bei gizmodo.com) mindestens ein Faktor gewesen sein dürften.

Von l. nach r.: Eric Schmidt, Larry Page, Sergey Brin. Bild: Google Blog

Wie dem auch sei, festzuhalten ist, dass Google unter Eric Schmidt — vor allem in Sachen Android — zu dem geworden ist, was wir heute kennen, oft genug kritisch beäugen, genauso oft aber auch sehr schätzen. Es bleibt abzuwarten, wie Larry Page den Konzern zukünftig führen wird und welche Veränderungen der Machtwechsel an der Spitze mit sich bringen wird.

Auch wenn die Beteiligten die ganze Sache bislang eher herunterspielen, für Google, Android und die gesamte Smartphonebranche könnte/dürfte der 20. Januar gewaltige Auswirkungen haben.

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