Paul Allen: Nur Gutes über Apple, Gates ein Tyrann

Flavio Trillo

Microsoft-Mitbegründer Paul Allen zieht dieser Tage durch die Welt und gibt verschiedenen Medien Interviews zum Erscheinen seiner Memoiren. Dabei lässt er offenbar keine Gelegenheit aus, Microsoft zu kritisieren und Apple über den grünen Klee zu loben. “Unglaublich” sei die Transformation Steve Jobs’ seit seiner Rückkehr zu Apple und mit dem Triumvirat aus iPhone, iPod und iPad sei ihm ein wahres Meisterstück gelungen.

Microsoft muss Allen zufolge “die Produktentwicklung weiter vorantreiben”, um weiter mit Apple und Google konkurrieren zu können. Über Bill Gates hat der Multimilliardär zu berichten, dass sein Management-Stil äußerst anstrengend für andere sei. “Man musste hart kämpfen, um seine Positionen zu verteidigen”, so Allen, “man hat sich über Stunden einfach nur angeschrien”, so der 58-jährige in einem Interview mit dem US-Fernsehsender CBS.

Heute versteht er sich mit seinem Jugendfreund und Geschäftspartner aber wieder sehr gut. Während seiner Chemotherapie zur Behandlung eines malignen Lymphoms haben sie lange Gespräche geführt. Doch Anfang der achtziger Jahre war das Verhältnis gespannt. Gates wollte Allens Anteile an dem Unternehmen ausdünnen, was diesen dazu bewegte, Microsoft zu verlassen.

Heute verfügt Paul Allen über ausreichend finanzielle Mittel, sich zwei Teams aus dem US-Profisport, eine gigantische Yacht mit eigenem U-Boot und diverse weitere Spielereien leisten zu können. Sein Vermögen wird auf etwa 13 Milliarden US-Dollar geschätzt. Seine Kommentare zu Apple und Microsoft werden bisweilen als etwas plumper Versuch gesehen, seine Memoiren für Apple-Fans und Microsoft-Kritiker besonders interessant zu machen.

Allen verklagte den Mac-Macher in der Vergangenheit bereits mehrmals wegen angeblicher patentrechtlicher Verstöße.

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