Peter Molyneux – Ein Leben voller Versprechen

(Jens) Peter Molyneux ist zweifelsohne einer der bekanntesten und wichtigsten Entwickler der Spielebranche. Titel wie Black & White, Fable, Populous oder Dungeon Keeper sind große Namen, auch wenn der gute Mann aus England dabei oft die Erwartungen durch seine vielen Versprechen so hoch geschürt hat, dass sie eigentlich gar nicht erfüllt werden konnten. Wir lassen heute sein Leben und seine Karriere Revue passieren.

Peter Molyneux – Ein Leben voller Versprechen

Ein Entwickler wird geboren

Peter Molyneux’s Leben begann am 5. Mai 1959 in Guildford, Surrey in England. Schon in seiner Jugend interessierte er sich sehr für das Medium Videospiel, allerdings konnte er es sich nicht leisten, selber Spiele zu kaufen. An seinen ersten Titel kam er nur dadurch heran, dass er seiner Großmutter das benötigte Geld klaute. Böser Peter! Doch der Erwerb dieses Spiels sollte der Grundstein für seine Karriere sein, denn er spielte es nicht einfach nur, sondern guckte sich das Programm ganz genau an, damit er sehen konnte, wie so ein Spiel überhaupt funktioniert. Er war also nicht nur, wie viele andere Gamer auf der Welt, am fertigen Endprodukt und dem Spaß daran interessiert, sondern eben auch an dessen Entwicklung. Mit 24 Jahren entwickelte er dann bereits seine ersten eigenen Spiele für das Atari und den C64, darunter auch The Entrepreneur, eine Text-Wirtschaftssimulation. Diese veröffentlichte er 1984 selbstständig, in dem Glauben er würde tausende von Exemplaren verkaufen. Letztendlich verkaufte das Spiel sich zweimal, wobei eine Version wahrscheinlich Molyneux’s Mutter gekauft hat.

Doch er hatte weiterhin große Lust an der Software-Entwicklung, widmete sich nach dem Misserfolg von The Entrepreneur aber der Herstellung von Anwederprogrammen und gründete zusammen mit Les Edgar die Firma Taurus Impact Systems. Jedoch gab es bereits ein Unternehmen namens Torus, welches wesentlich renommierter war und Netzwerk-Software herstellte. Commodore International verwechselte Torus mit Molyneux’s Firma und engagierte ihn, um “sein” Programm auf den Amiga-Computer zu portieren. Als Gegenleistung würde er acht kostenlose Amiga-Systeme erhalten. Obwohl Molyneux natürlich wusste, dass Commodore hier mit dem falschen Mann sprachen, nahm er den Auftrag an und überarbeitete die komplette Datenbank des Amigas. Am Ende klärte er aber das Missverständnis auf, was jedoch nun kein Problem mehr für ihn darstellte, da er gute Arbeit geleistet hatte. Das Programm wurde veröffentlicht und konnte einen moderaten Erfolg erzielen.

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