Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnte Apple damit Gewinn um 24 und den Umsatz um 35 Prozent steigern, vor einem Jahr vermeldete Cupertino einen Gewinn von 904 Millionen Dollar bei 6,22 Mrd. Dollar Umsatz. Die Verkäufe mobiler und stationärer Macs konnte Apple um 21 Prozent steigern und dabei 17 Prozent mehr Umsatz erzielen. Weniger stark ist der Zuwachs in der iPod-Sparte: Zwar ist die Stückzahl von über 11 Millionen Playern beeindruckend, das sind aber “nur” acht Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Explodiert hingegen sind die iPhone-Verkäufe: Fast 6,9 Millionen Handys hat Apple an den Mann und die Frau bringen können, das sind sechsmal mehr Geräte als im vergangenen Sommer – dem internationalen Verkauf und dem neuen 3G-Modell ist dieser Erfolg geschuldet.
Als “spektakulär” bezeichnet Firmenchef und Apple-Gründer Steve Jobs die iPhone-Verkaufszahlen: “Wir haben mehr Telefone verkauft als RIM. Zu den Auswirkungen der Finanzkrise äußert er sich verhalten optimistisch: “Wir wissen nicht, wann uns der Abschwung trifft. Aber wir fühlen uns dem gewappnet dank der stärkten Produkt-Linie in unserer Geschichte, den talentiertesten Mitarbeitern und den besten Kunden in der gesamten Branche.”
Finanzchef Peter Oppenheimer blickt zum Ende des Geschäftsjahres auf einen Zuwachs der Barmittel auf 9,1 Mrd. Dollar, die Kriegskasse ist mit 25 Mrd. Dollar prall gefüllt. Für das laufende Quartal wagt er einen Ausblick und rechnet für das Weihnachtsgeschäft – sofern man die Wirren der Finanzwelt gegenwärtig vorhersehen kann – vorsichtig mit einem Umsatz von neun bis zehn Mrd. Dollar und einem Gewinn pro Aktie von 1,06 bis 1,35 Dollar. 41 Prozent der Verkäufe hat Apple außerhalb der USA erzielt und kann sich über eine Bruttogewinnmarge von 34,7 Prozent freuen (Q4/07: 33,6%)
Apples Geschäftsjahr und damit das vierte Geschäftsquartal endete am 27. September und ist dank des Schuljahresbeginn üblicherweise geprägt von starken Mac-Verkäufen im Bildungssektor. Es wird dominiert von der Einführung des iPhone 3G in nunmehr über 50 Staaten und dem Start des App Stores, in dem Entwickler ihre Programme für Apples neues Handy anbieten können. 30 Prozent des App Store Erlöses verbleiben bei Apple. Erst im letzten Quartals-Monat, dem September, stellte das Unternehmen aus Cupertino die neue iPod-Reihe vor und positionierte damit den beliebten Player für das Weihnachtsgeschäft – weitere Innovationen hat das Unternehmen im Berichtszeitraum nicht vorgestellt.
Im Zuge der Finanzkrise haben alle an der Wall Street notierten Technologie-Titel massiv verloren – im Vergleich zum Vorjahr rund die Hälfte ihres Wertes. Durch die Bank haben alle namhaften IT-Unternehmen ihre Prognosen für das laufende Quartal gesenkt und für den abgelaufenen Vierteljahreszeitraum weniger Umsatz und Gewinn als angekündigt bilanzieren können. Einzige Ausnahme bislang: Der Internet-Dienstleister und Suchmaschinenbetreiber Google überraschte am vergangenen Freitag mit einem Gewinnanstieg um 26 Prozent auf 1,35 Mrd. US-Dollar bei einem Umsatz von 5,54 Mrd. Dollar (+ 31 Prozent). Mit Apple ist jetzt ein zweiter Branchenvertreter gegen den allgemeinen Trend erfolgreich.
Seit 23 Uhr deutscher Zeit informiert Apple in einem Webcast zu Details der aktuellen Geschäftszahlen. Finanzchef Peter Oppenheimer, COO Tim Cook und Steve Jobs selbst beantworten hier Fragen von Analysten und Investment-Bankern. Morgen werfen wir einen tieferen Blick in das Zahlenwerk und werden Ihnen auf macnews.de weitere Details zum abgelaufenen vierten Geschäftsquartal liefern.
Bild: Tracy Olson, via Flickr.com, einige Rechte vorbehalten
