Apple-Entwicklerkonferenz: Kanton Valley, App-Killer, Job-Börse und Steve Jobs

Ralf Bindel
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OS X Lion, iOS 5, iCloud – die Vorstellungen auf der Apple-Entwicklerkonferenz WWDC 2011 sind zwar noch nicht nutzbar, aber sehr präsent. Jeder spricht darüber und die Erwartungen an das echte Leben mit den Neuerungen sind groß. In der Nachbetrachtung zur Konferenz wirft Keynote-Live-Blogger Benjamin Miller nochmal einen Blick auf die erlebte Stimmung unter den Entwicklern, die Aussichten und Steve Jobs.

Die diesjährige WWDC war ein Erfolg. Mehr als 150000 Apple-Nutzer haben sich am 6. Juni 2011 die Keynote zur WWDC 2011 bei macnews.de angesehen und mitgelesen. Einen offiziellen Video-Livestream dazu gab es nicht, doch vor Ort in San Francisco waren für uns Apple-Blogger Benjamin Miller von benm.at und Peter Steinberger. Sie fotografierten und sendeten im Sekundentakt, was Steve Jobs und seine Kollegen auf der Bühne präsentierten.

Die Bilanz: 1000 einzelne Beiträge kamen so zustande und wurden insgesamt 1500 mal kommentiert. Sechs weitere Mitarbeiter der Redaktion ergänzten das Live-Coverage noch in der gleichen Nacht mit zusammenfassenden Beiträgen. Wir erhielten zahlreiche lobende Leserbriefe für die Live-Berichterstattung und sind selbst ganz dankbar für das neue, solide Live-Coverage-System, das dem großen Ansturm genügte. Den Einsatz von etwa 250 Stunden Zeit und rund 10000 Euro für Flüge, Unterkunft, Verpflegung und Tickets war es wert.

In den letzten Wochen berichteten wir weiter über die auf Apple-Nutzer zukommenden Änderungen durch Lion, iOS 5 und iCloud. Auch über die App-Technologien, die Apple ins neue Mobilsystem iOS integriert, diskutierten wir. Und fast täglich kommen neue Implikationen zur iCloud zum Vorschein. Ein bisschen zu kurz kam in den bisherigen Berichten das Menschliche, wie die Stimmung unter den Entwicklern war, welche Anekdoten es sonst noch von der Konferenz zu berichten gibt und welchen Eindruck Steve Jobs aus der Nähe machte.

Das holen wir jetzt mit Ben Miller im Interview nach.

macnews.de: Du warst auf der WWDC 2011. Welches war der bleibendste Eindruck für Dich?

Ben Miller: Schwer zu sagen. Für viele der über 4000 Teilnehmer steht das Treffen mit anderen Entwicklern aus aller Welt im Vordergrund. Der bleibendste Eindruck für mich... ich würde sagen, das war die Übermacht der Schweizer auf der WWDC, in der Entwickler-Szene und auch im Silicon Valley. Man unterschätzt die Eidgenossen in dieser Hinsicht sicherlich.

Inwiefern?

Für ein kleines Land wie die Schweiz sind einfach erstaunlich viele Schweizer in und um Apple herum unterwegs. So viele, wie auf der WWDC waren, bei den Startups wie Flipboard sind, im iPhoto-Team bei Apple, scheinen sie förmlich überrepräsentiert zu sein. Und bei den Schweizern kennt jeder jeden. Deshalb sind da auch so viele, weil jeder dem anderen in irgendein Projekt hinein hilft. Darüber hinaus sind sie auch technisch und gestalterisch gut und bekommen deswegen gute Jobs. In San Francisco spricht man schon vom Kanton Silicon und Kanton Valley.

Und woran würdest Du dich lieber nicht erinnern müssen?

Das lange Anstehen vor der montaglichen Keynote. Die Türen öffneten um 8:30 Uhr. Angestellt habe ich mich schon um 2 Uhr morgens – und da war ich noch nicht einmal weit vorne.

Warum musste das sein?

Damit ich möglichst weit vorne sitzen und gute Fotos machen kann. Bei 4000 Teilnehmern musst Du schon etwas früher aufstehen. Jedoch gehört das Anstehen eigentlich schon dazu. Man hat Spaß mit den anderen Apple-Verrückten, kommt ins Gespräch und lernt interessante Menschen aus aller Welt kennen.

Weiter im Interview auf den folgenden Seiten…

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