Die zehn Gebote des Steve Jobs

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Der Wirtschaftsjournalist Bruno Wattenbergh hat sich im belgischen Radiosender Twizz einmal über die zehn Erfolgsgebote von Steve Jobs Gedanken gemacht. Nachfolgend eine kommentierte Zusammenfassung.

Erstes Gebot: Die Welt beobachten!
Steve Jobs profitiert vorwiegend von äußeren Einflüssen, die er an sehr unterschiedlichen Orten aus sehr unterschiedlichen Bereichen oder von sehr unterschiedlichen Menschen aufschnappt. So meinte Jobs zur Designgeschichte des ersten Macintosh 1980, dass er damals in einem Laden ein Haushaltsgerät gesehen habe, dass ihm vom Aussehen her so gut gefiel, dass er ein ähnliches Konzept fürs kommende Mac-Design haben wollte.

Zweites Gebot: Zahl der Ziele verringern!
Wenige Neuvorstellungen, dafür aber die richtigen. Das genaue Gegenteil also beispielsweise zur Firma Google die immer neue Produkte auf den Markt wirft und anhand der Reaktionen darauf dann entscheidet, ob das Konzept fortgeführt und ausgebaut wird oder nicht.

Drittes Gebot: Dogmen fallenlassen!
Beispiel für ein von Steve Jobs abgelegtes Dogma wäre Open Source. Im Prinzip eine nette Idee, auf Dauer im kommerziellen Rahmen aber nicht durchzuhalten. Im Vordergrund steht, dass der Kunde zufrieden ist und die gekauften Produkte gerne benutzt.

Viertes Gebot: Perfektionisten bremsen!
Steve Jobs spielt die Rolle eines Filters und bringt seinen Ingenieuren und Designern bei, alles maximal zu vereinfachen, also Funktionen und Bedienungselemente einzusparen, die ohnehin so gut wie nie von jemandem genutzt werden. Perfektionisten streben außerdem ein Produkt an, das niemals fertig und zudem viel zu teuer herzustellen ist.

Fünftes Gebot: Einwandfreier Kundendienst!
Eine schöne Illusion zwar, aber nur sehr schwer zu verwirklichen. Hat Apple einen vorbildlichen makellosen Kundendienst? Manche technischen Probleme werden erst nach nach juristischen Auseinandersetzungen oder Lawinen negativer Berichterstattung behoben, das kann auch mal Jahre dauern. Andererseits erfolgt die Behebung recht zügig, wird der Fehler denn von Apple anerkannt.

Sechstes Gebot: Produktmythos schaffen!
Nicht nur ein simples Produkt, sondern ein Traum, Schönheit, Jugend ... Ja, Apple kann das ganz gut, obgleich es da und dort erste Ermüdungserscheinungen gibt. Apple sollte sich insgesamt offener geben, sein Publikum suchen und ihm nicht ausweichen. Ansonsten wird der Mythos schnell zum schlechten Ruf.

Siebtes Gebot: Vergangenheit vergessen!
Geträumt werden darf immer. Was heute technisch noch nicht möglich ist, geht vielleicht morgen oder übermorgen. Dran bleiben und alle Beteiligten zur maximalen Leistung antreiben.

Achtes Gebot: Vorsicht vor Marktstudien!
Ein Kunde teilt einem im Vorfeld zwar nie genau das mit, was er wirklich will, kann später aber immer ausgezeichnet erklären, warum ein Apple-Produkt erfolgreich oder ein Rohrkrepierer ist.

Neuntes Gebot: Verfeinern, nicht erfinden!
Ebenso wie Google hat auch Apple niemals etwas wirklich erfunden, sondern vor allem vorhandene Konzepte erstmals vermarktet, verfeinert oder in Zusammenhang gebracht und ein Produkt daraus werden lassen. Apple zieht damit jedoch mehr als andere Unternehmen innovative Kräfte und Ideen an.

Zehntes Gebot: Eigenen Rhythmus finden!
Der Marktführer muss nur seinem eigenen Rhythmus folgen. Zwar sollte zur Sicherheit auch die Konkurrenz im Auge behalten werden, der Gleichschritt mit anderen (siehe Microsoft aber vermieden werden. Apple muss führen, andere folgen.

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