Google wollte Steve Jobs als CEO

Katia Giese
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Ob es Larry Page in seinen ersten Tagen als Google-CEO gerade gelegen kommt, fragt sich Steven Levy sicherlich nicht, wenn er ab Montag sein neuestes Buch vorstellt. Drei Jahre lang hat er in den dunkelsten Geheimnissen des Suchmaschinenriesen gewühlt und eröffnet mit “In the Plex: How Google Thinks, Works and Shapes Our Lives” einen spannenden Blickwinkel auf Mountain View. Eine tragende Rolle in der Google-Story hätte nach Levys Recherchen auch einer haben können: Der Apple-CEO Steve Jobs.

Kein andere als Jobs sei es nämlich gewesen, den die Google-Gründer Sergey Brin und Larry Page als ihren CEO auserkoren hatten, der das Unternehmen an die Spitze führen sollte. Der fühlte sich geehrt, wollte aber seinen Posten bei Apple nicht aufgeben. Stattdessen entschieden sich Brin und Page für den erfahrenen Eric Schmidt als neuen Chef und bekamen von Steve Jobs dabei Rückendeckung. Der Apple-Boss bot sich an, den beiden Jungunternehmern beratend zur Seite zu stehen und machte Schmidt später sogar zum Mitglied des Aufsichtsrats in Cupertino.

Levys Enthüllungen zufolge kam es zum Einfrieren der Beziehungen zwischen Google und Apple erst, als man in Mountain View das Projekt Android startete und später einige der iPhone-Funktionen kopierte, wie es Jobs interpretierte. Danach setzte Jobs angeblich alles daran, die Entwicklungen und Ideen rund um das iPad von Schmidt fernzuhalten – kein leichtes Unterfangen, denn der saß bis Ende 2009 noch immer im Aufsichtsrat.

Das Buch “In the Plex: How Google Thinks, Works and Shapes Our Lives” bietet eine interessante Hintergrundgeschichte zu Googles Entstehung und Wachstum sowie dem Leben auf dem Googleplex, den Insider liebevoll den “Plex” nennen. Der Titel erscheint zunächst nur in englischer Sprache.

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