iPad Verkauf von Analytikern ziemlich überschätzt

Bernd Korz

Die Analysten haben den ersten Verkaufstag des Apple iPad als riesen Erfolg angesehen und sogar über den Hype des iPhone katapultiert, von 700.000 verkauften Geräten war die Rede. Weit gefehlt allerdings, am Ende waren es “nur” 300.000.

Apple hat am ersten Verkaufstag 300.000 Geräte an die Kunden ausgeliefert. In dieser Zahl stecken ebenso die Vorbestellungen wie der Versand an die Retailstors. Einige Analysten gaben die Zahlen mit 400.000 noch recht realistisch an, richtig einen Griff in die Schüssel landete Piper-Jaffray Analyst Gene Munster, der sogar von nahezu 700.000 iPads ausgegangen war.

Trotzdem sollte man dies nicht als Fehlstart sehen, immerhin wurden noch sehr viele Geräte ausgeliefert und Apple ist schon an der nächsten Welle. Viele Kunden warten auch darauf endlich die 3G Variante mit UMTS in den Händen halten zu können. Die Zahlen werden also noch weiter nach oben steigen, das iPad bietet jede Menge Spielraum dafür derzeit.

Selbst wenn man nur die “Apple-Freaks” abdecken sollte würden am Ende bestimmt 2 Millionen oder mehr iPads ausgeliefert werden. Abzuwarten bleibt nun, wie sich das JooJoo oder HPs Slate am Markt positionieren, so sie denn endlich einmal kommen sollten.

Was das Jahr 2010 und den Verkauf des iPad aus Sicht der Analysten angeht, so schätzen diese, dass weltweit zwischen 2,5 und 7,1 Millionen Endgeräte an den Mann/Frau gebracht werden dürften. Hier lag ISuppli mit dem höchsten Wert an der Spitze, was deutlich macht, dass keiner den Markt wirklich einschätzen kann für das iPad und die Prognosen mit äusserster Vorsicht zu genießen sind.

Steve Jobs der beim Verkaufsstart sogar im Apple Store in Paolo Alto gesichtet wurde, sieht das Ganze zu Recht als Erfolg: “Es ist großartig, dass der iPad-Start erfolgt ist, es wird die Spielregeln verändern. IPad-Nutzer haben innerhalb weniger Stunden nach dem Auspacken im Durchschnitt mehr als drei Apps heruntergeladenen und knapp ein Buch gekauft.”

Wobei er hier wied etwas den Proleten Jobs spielt, denn Bücher wurden schon lange vor dem iPad gekauft und E-Book Reader, die das bieten sind auch schon in sehr hohen Zahlen verkauft worden. Steve nimmt diese Dinge halt gerne für sich selbst in Anspruch. Beim Kindle haben die Kunden sicherlich auch direkt ein “ganzes” Buch dazu gekauft.

Bei Amazon

kann man bisweilen nur das 16GB iPad für 659 Euro bestellen.

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