jOBS: Erste Stimmen zum Steve-Jobs-Film mit Ashton Kutcher

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“jOBS”, der biografische Film über Steve Jobs mit Ashton Kutcher in der Hauptrolle, läuft auch in den USA erst im April an – Weltpremiere feierte er aber schon am vergangenen Wochenende auf einem Filmfestival. Ersten Stimmen zufolge ist der Film solide, aber nicht überragend.

Die Besucher des Sundance Film Festival im US-Bundesstaat Utah hatten fast drei Monate vor dem Kino-Start die Möglichkeit, den ersten von zwei geplanten Filmen über den Apple-Mitgründer und langjährigen CEO Steve Jobs zu sehen, der Ende 2011 nach langer Krankheit verstarb. “jOBS” ist ein Independent-”Biopic” mit Ashton Kutcher in der Hauptrolle, den zweiten Film konzipiert Aaron Sorkin für Sony Pictures. Sorkin hatte bereits das Drehbuch für den Facebook-Film “The Social Network” geschrieben.

Während der Sorkin-Film noch einige Zeit auf sich warten lassen wird, waren auch von “jOBS” bis zum Wochenende nur Bilder und eine einminütige Szene mit einem Dialog zwischen Steve Jobs und Steve Wozniak, gespielt von Josh Gad, zu sehen. Umso interessanter sind die ersten Stimmen, die über den neuen Film zu hören sind.

Die Website Mac Rumors hat einige Kommentare der Festival-Besucher zusammengestellt. Einige Quellen zeigten sich etwas enttäuscht, andere hingegen zufrieden – auch wenn überschwängliche Kommentare ausbleiben. Laut Cinema Blend erzähle der Film viel über das Genie Steve Jobs, zeige aber nichts, was dieses Genie wirklich zum Vorschein kommen lasse.

The Next Web meint, dass “jOBS” als Film alles in allem “funktioniere”. Die Schauspieler seien sympathisch und hätten sich viel Mühe gegeben, die Charaktere der Hauptfiguren richtig darzustellen. Der Regisseur sei zwischenzeitlich etwas zu milde mit der Materie umgegangen, insgesamt sei der Gesamteindruck aber “ordentlich”.

The Verge findet, dass der Film sich zwar einige Freiheiten bei der Darstellung der Geschichte und der Charaktere nehme, der emotionale Eindruck, den Kutcher als Jobs vermittle, sei aber überzeugend. Der Film stelle einfach die Geschichte “von A nach B” dar, ohne zu versuchen, eine größere Parabel zum menschlichen Geist herzustellen.

CNet ärgert sich wiederum darüber, dass der Film zu oberflächlich sei – obwohl doch eigentlich viel historisches Material vorhanden ist. Jobs sei oft ein schwieriger Mensch gewesen, mit dem seine Kollegen zu kämpfen hatten (er habe in seiner Jugend schlecht gerochen, oft geweint, immer geschrien, Deadlines verstreichen lassen und sein Budget um Millionen von Dollar überschritten), der aber letztendlich für großartige Produkte sorgte. Darin liege viel Dramatik, die in “jOBS” allerdings fehle.

Die Kommentare passen zu den Bewertungen, die “jOBS” bisher beim Film-Portal IMDB bekommen hat: Die Durchschnittswertung von insgesamt 375 Personen liegt bei 6,6 von 10 Punkten. Ein Review hat für die Website bisher nur eine Person geschrieben, die sich daran stört, dass der von Kutcher dargestellte Jobs immer im “Präsentations-Modus” handelt und spricht: Selbst im Umgang mit seiner Familie verhalte er sich so, wie Jobs dies bei Produktvorstellungen tat.

Auch verhalte sich Kutcher gegen Ende “wie der arroganteste Verrückte auf dem ganzen Planet”, ohne dass erklärt würde, warum Jobs sich mental so sehr von seiner Umwelt abgeschnitten habe. Insgesamt wirke Jobs ab einem gewissen Zeitpunkt fast unmenschlich – was der Film durch das Einbringen des “Toy Story”-Aspekts, also die Geschichte von Pixar, hätte vermeiden können. Dieser Teil der Jobs-Biographie fehle aber komplett.

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Film

  • von Flavio Trillo

    Ashton Kutcher wird auf sein Debut als Steve Jobs auf der großen Leindwand noch ein wenig länger warten müssen, als zunächst geplant. Statt wie angekündigt am 19. April kommt „Jobs“ später. Der Verleiher Open Road Films will sich angeblich mehr Zeit für...


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