Larry Page: Steve Jobs verändert Tatsachen

Florian Matthey
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Der Google-Gründer Larry Page und der CEO Eric Schmidt können Steve Jobs Ärger über Googles Vordringen auf den Smartphone-Markt nicht ganz nachvollziehen. Page ist der Meinung, dass der Apple-Chef versuche, die Tatsachen zu verzerren: Google habe schon länger mit dem Gedanken eines Mobiltelefons gespielt.

Laut Page hatte Google schon lange Zeit an Android gearbeitet und selbst die Idee gehabt, ein Handy mit Internet-Funktionen und einem guten Browser zu schaffen – alleine aus dem Grund, dass so etwas damals noch nicht auf dem Markt existierte. Schmidt weist seinerseits darauf hin, dass Google und Apple in vielerlei Hinsicht Partner bleiben – die YouTube App des iPhones stammt ebenso von Google wie Google Maps. Auch bleibt Google die Standard-Suchmaschine von Apples Mobil-Browser. Der Smartphone-Markt sei im Gegensatz zu dem, was viele glaubten, kein Nullsummenspiel mit einem “Kampf bis zum Tod” – der Markt sei groß genug, um Apple und Google florieren zu lassen.

Steve Jobs soll Mitarbeitern Anfang des Jahres erklärt haben, dass Google beabsichtige, das iPhone zu vernichten. Die New York Times hatte dem Streit im Frühjahr sogar einen ausführlichen Artikel gewidmet. Eric Schmidt saß eine Zeit lang in Apples Verwaltungsrat, räumte den Posten Mitte 2009 aber wegen Interessenkonflikten.

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