Netgear-CEO übt scharfe Kritik an Steve Jobs

Flavio Trillo
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Während eines Mittagessens mit Journalisten äußerte sich Patrick Lo, CEO von Netgear, zu Steve Jobs’ Ego und kritisierte Apples geschlossene Produkt-Politik. Offene Plattformen wie Android würden iOS bald verdrängen und das Konzept funktioniere ohnehin nur, weil das Unternehmen Bereiche wie digitale Musik beherrsche.

Lange werde es jedoch nicht mehr dauern, so Lo im Sydney Morning Herald, dann sei Jobs “weg” und Apple werde eine strategische Entscheidung treffen müssen, ob sie die Plattform stärker öffnen wollen. Dieser Kommentar scheint in Anbetracht des Gesundheitszustandes Steve Jobs’ besonders zynisch. Über kurz oder lang werde sich das Unternehmen jedenfalls nicht mehr gegen ein ständig näherrückendes Android wehren können.

Ebenso wie es bereits VHS mit Betamax und TCP/IP mit verschiedenen konkurrierenden Protokollen geschafft habe, werden offene Systeme es iOS und iTunes zunehmend schwerer machen. Alsbald werden diverse Bereiche der Heimelektronik von Android dominiert sein und Apple könne für die über seine Dienste verkauften Inhalte kein “Lösegeld” mehr verlangen.

Obwohl er keine Rechte an Filmen, Musik und Apps habe, zahlen die Eigentümer ihm Gebühren, schimpft Lo. Außerdem sei die Ablehnung von Flash auf iOS-Geräten allein durch Steves Ego bedingt. “Aus welchem Grund hat er Flash verbannt? Es gibt keinen Grund außer sein Ego.”.

Persönlich könne Lo seine Kritik an den Apple-Chef allerdings nicht richten. “Er würde mir nicht einmal eine Minute zuhören”, entgegnet Lo auf Nachfrage. Warum das so ist, steht in den Sternen.

Bild: flickr.com, Jeremy Toeman


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Android Smartphones wie das Samsung Galaxy 3 oder das HTC Wildfire* bieten den Vorteil einer offenen Plattform.
Zudem kann man hier, im Gegensatz zu Apples iPhone, zwischen einer großen Anzahl verschiedener Hersteller wählen.

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