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Steve Jobs ist wieder ganz der Alte

macnews.de
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Erst veröffentlicht er einen angriffslustigen Brief an Adobe dann tauchen vermehrt höchstpersönliche E-Mails an Kunden auf. Eindeutige Anzeichen: Steve Jobs mischt sich wieder ein. Die Online-Ausgabe des US-Magazins “Business Week” spricht aus, was Insider schon seit längerem denken: “Er ist mit voller Kraft zurück.”

Ein Jahr nach seiner lebensrettenden Lebertransplantation hat sich “Business Week” auf Spurensuche begeben und attestiert dem Apple Boss: “Fully Operational”. Das mag für viele trivial, für manche sogar entwürdigend klingen, für Investoren aber ist das ein wichtiges Urteil. Die Wiederaufnahme des täglichen Geschäfts, etwa die Leitung der Produktentwicklung, sorgt für mehr als Erleichterung. Euphorisch wird Jobs vom einst kränkelnden Computerhersteller zum Führer von Smartphones und digitaler Musik stilisiert. Es sei Jobs’ Verdienst, dass Apple zum Rivalen Microsoft aufschließen konnte und sich zutraut, Google im mobilen Anzeigengeschäft anzugreifen.

“Abgesehen von der Tatsache, dass er Gewicht verloren hat, ist Steve Jobs ganz der Alte”, sagt Tim Bajarin, Gründer der kalifornischen Unternehmensberatung Creative Strategies und Wegbegleiter von Jobs seit mehr als zwei Jahrzehnten. “Es scheint, als arbeite Jobs in allen Bereichen – Entwicklung, Technologie und Design – auf dem gleichen Niveau wie vor seiner Erkrankung”, sagt Bajarin. “Als Investor würde mich das wahnsinnig freuen.”

Bei der Beurteilung von Jobs Gesundheitszustand seziert “Business Week” jede Aktion des Apple-Chefs. Alles ist wichtig: Zum Beispiel, dass Jobs einen Mercedes ohne Nummernschild fährt, dass er bei der Oscar-Verleihung – wen wundert’s – einen Smoking statt Jeans und Rollkragenpullover trägt, die zu seinem Markenzeichen geworden sind, oder auch, dass er Google-Boss Eric Schmidt in einem Shoppping Center seiner Heimatstadt Palo Alto getroffen hat. Nebenbei wirbt Jobs mit Gouvenor Arnold Schwarzenegger für ein neues Gesetz zur Organspende. Egal was Jobs macht, es ist für Analysten und Investoren bemerkenswert.

Am beeindruckendsten sind aber die Zahlen. Jobs verkündete in der vergangenen Woche, dass Apple innerhalb von 28 Tagen eine Million iPads verkauft hat. Zum Vergleich: Dieser Meilenstein wurde mit dem iPhone erst nach 74 Tagen erreicht. “Jobs ist zurück und gestärkt durch das iPad”, sagt Michael Yoshikami, als handele es sich bei dem neuen Computer um eine Medizin. Yokishami ist Stratege bei YCMNet und verwaltet Investments in Höhe von rund einer Milliarde US-Dollar, darunter auch Apple-Aktien.

Während andere Unternehmer es nach so einer Operation hätten langsam angehen lassen, geht Jobs in die Vollen. Als Fazit seiner Analyse zitiert “Business Week”-Redakteur Tom Giles den ehemaligen Apple-Mitarbeiter Guy Kawasaki: “In his eyes, I don’t think anything is impossible.”

Bild: myuibe; Titel: “Steve Jobs introducing iPad now”. Some rights reserved. Flickr.

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