Steve Jobs und die Dreierregel: Dünner, schneller, leichter

Warum genau es so ist, weiß man nicht. Aber die Zahl drei besitzt für uns eine Art magische Kraft. Sie fasziniert, fesselt und scheint ein ganz tief im Gehirn verwurzeltes Belohnungszentrum anzusprechen. Das wusste auch Steve Jobs und ließ seine Präsentationen und Produkte stets der Dreierregel folgen.

Steve Jobs und die Dreierregel: Dünner, schneller, leichter

„Ein iPod, ein Telefon, ein Internetgerät“ — wie ein Mantra wiederholt Jobs diesen Dreiklang auf der Bühne. Zur Macworld 2007 stellt er der Öffentlichkeit auf diese Weise das iPhone vor, das gleich drei Wünsche auf einmal erfüllt.

Schnitt, vorspulen zum Jahr 2010: Steve präsentiert das iPad als „Drittes Glied“ der Kette zwischen iPhone und Laptop. Nach wie vor gibt es den Tablet-Rechner in drei grundlegenden Varianten. Mit 16, 32 und 64 Gigabyte Speicher.

Einverstanden, nicht immer hält sich Apple an die Dreierregel. Schließlich gibt es zwei verschiedene Ausführungen des MacBook Air. Auch der iMac ist in nur zwei Größen erhältlich. Aber man kann sie nur sinnvoll einsetzen, wenn man verstanden hat, dass sie kein Allheilmittel ist. Als das iPad 2 im letzten Jahr das Licht der Welt erblickt, ist es natürlich „dünner, leichter, schneller“.

Wenn man einmal drauf achtet, findet man überall Beispiele für den „Dreiertrick“. Nicht zuletzt auch in der Theologie — etwa in Gestalt der Dreifaltigkeit im Christentum. Der Vater, der Sohn und der heilige Geist. Die heiligen drei Könige, drei Tage vergehen zwischen der Kreuzigung Jesu und der Auferstehung.

Abraham Lincoln benutzte in der Gettysburg Address während des Amerikanischen Bürgerkrieges die bekannte Wendung „Life, liberty and the pursuit of happiness“. „Wein, Weib und Gesang“ wären weit weniger verlockend, fehlte eines der Bestandteile einfach. Ähnlich wie vom goldenen Schnitt lassen wir uns von der Drei verzaubern. Die Liste lässt sich beliebig fortführen.

Man sieht, Steve Jobs ist keinesfalls der Erfinder der Dreierregel und ein Patent darauf wird er ebenfalls nicht anmelden können. Er hat sie nur meisterlich genutzt, um das Publikum zu fesseln, ein angenehmes Einkaufserlebnis zu gestalten und die Produkte effektvoll in Szene zu setzen.

Irgendwie wohnt uns allen ein Bedürfnis nach Symmetrie und Balance inne. Nun könnte man entgegnen, dass auch die Zahl 60 ganz hervorragend symmetrisch und geradezu grandios ausbalanciert sei: Teilbar durch 2, 3, 4, 5 und 6 — bestens geeignet also, um die Basis unserer Zeitrechnung zu bilden.

Ganz zu schweigen von der Zahl 16, deren stete Präsenz im Software-Bereich dem vielseitigen Hexadezimalsystem geschuldet ist. Doch ist die Drei die kleinste, mit der sich ein solch ausgeglichenes Bild verbinden lässt.

Das wird auch Tim Cook nicht entgangen sein und bei allen Unterschieden zwischen seinem Vortragsstil und dem des verstorbenen Jobs — wir werden wohl nicht zum letzten Mal ein neues iPhone, iPad oder MacBook Pro zu Gesicht bekommen haben, das „dünner, leichter und schneller“ ist als sein Vorgänger. Einfach mal drauf achten.

Wer alle Beispiele für die Dreierregel in diesem Text findet, gewinnt Schirm, Charme und eine Melone.

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