Steve Jobs zum 57ten: The Ultimate Video-Collection, AllaboutSteve und die SJ-Timeline

Ralf Bindel
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Steve Jobs wäre heute, am 24. Februar 2012, 57 Jahre alt geworden. Wir hätten ihm und uns diesen Geburtstag gewünscht und gegönnt. Knapp fünf Monate nach seinem Tod schwebt seine Persönlichkeit immer noch irgendwie über Apple und ihren Design-Produkten – auch wenn er selbst für eine andere Erinnerungskultur plädiert hat.

Steve Jobs zum 57ten: The Ultimate Video-Collection, AllaboutSteve und die SJ-Timeline

Gern hätten wahrscheinlich nicht nur wir diesen Geburtstag mit ihm gefeiert. Steve Jobs, geboren am 24. Februar 1955, hätte heute seinen 57. gehabt. Am 5. Oktober starb der charismatische Unternehmenslenker, der Apple gegründet hat und dem die Welt den Mac, den 1984-Super-Bowl-Ad, die Apple-Stores, den iPod, das iPhone und das iPad zu verdanken hat.

Diese sechs revolutionären Dinge führte Tim Cook in der Trauerfeier am 19. Oktober 2011 auf dem Apple-Campus an. Ich habe sie mir heute noch einmal angeschaut. Tatsächlich ist sie eine würdige und bewegende „Celebration of Steve's Life“, wie der Mitschnitt auf den Apple-Seiten betitelt ist. Apple-CEO Tim Cook, Aufsichtsrat-Mitglied Bill Campbell und Ex-Vizepräsident Al Gore haben die richtigen Worte und Anekdoten mitgebracht, Nora Jones singt Bob Dylans „Forever Young“.

Campbell erzählt auch noch die Anekdote in einer Aufsichtsratsitzung, als Scott Forstall die Spracherkennung Siri auf dem iPhone vorführt, Jobs unwirsch das iPhone verlangt, um es auszuprobieren, Forstall sich zunächst mit Hinweise auf die Adaption auf ausschließlich seine Stimme wehrt, es ihm aber doch überlässt, und Jobs Siri schließlich fragt: „Bist Du ein Mann oder eine Frau?“ Darauf Siri: „Sie haben mir noch kein Geschlecht zugewiesen, Sir.“

Was wird aus Apple ohne Steve Jobs? Haben sich doch alle vor und nach seinem Tod gefragt. Sicherheitsmeldungen gingen raus, die Schubladen in Cupertino seien voll mit Jobs Ideen, Steve hätte für Jahre im Voraus für Apple geplant. Aktienbesitzer und Anwender sollten sich keine Sorgen oder Wettbewerber Hoffnungen machen.

Heute steht Apple besser da als je zuvor, ist an der Börse das bestbewertete Unternehmen, hat die größten Cash-Reserven, ist inklusive Tablets der größte PC-Hersteller der Welt. Einzig der kritische Blick auf Umwelt-, Klima- und Arbeitsschutzanstrengungen der Öffentlichkeit stört da ein wenig.

Aber rechtzeitig zur gestrigen Aktionärsversammlung erscheint ein aktueller Umweltreport von Apple, erhöht Foxconn die Löhne, gibt Apple Pläne für grüne Rechenzentren bekannt, lässt sich von unabhängigen Umwelt- und Arbeitsschutz-Organisationen prüfen und erhöht den Datenschutz für die Anwender.

Tim Cook hat mit diesen Entscheidungen die Dinge im Griff. „Wir beginnen, Dinge anders zu machen“, sagte Phil Schiller noch bei der Vorstellung von OS X Mountain Lion. Anders als vorher, als unter Steve Jobs? Nicht, dass Steve Jobs als Ex-Hippie nicht auch grün bewegt, ihm die ökologische und soziale Seite der Produktion nicht auch wichtig gewesen ist. Doch unter Druck gesetzt, wäre Steve auch gegen die Wand gelaufen, schließlich hatte er Hochachtung vor all den „Troublemakern“, die die Welt verändern wollten. Selbstverständlich hätte Jobs die gleiche gut beratene Unternehmenspolitik verfolgt, die Cook jetzt präsentiert.

Dabei scheint sich das Unternehmen von seinem ehemaligen Führer bereits etwas emanzipiert zu haben. Wenn „Do Things different“ das neue Motto ist, war Steve Jobs „Think different“ die Voraussetzung dafür. Doch genau das war wohl auch der Wunsch von Jobs.

Cook verwies in seiner Trauerrede auf dem Campus auf den letzen Rat von Steve Jobs an ihn und an alle Apple-Mitarbeiter: Niemals sollten sie sich fragen, was er an ihrer Stelle getan hätte. „Do what's right!“ empfahl er stattdessen. Jobs befürchtete, dass Apple wie Disney reagieren würde. Die Mitarbeiter diskutierten nach Walt Disneys Tod permanent darüber, was ihr verstorbener Unternemensschef gewollt hätte – und lähmten ihre Kreativität.

Mit dem von Steve Jobs selbst eingesprochenen Original des „Think Different“-Spot erwies Cook seinem Vorgänger die Referenz. Dieser Spot sei mehr an die Mitarbeiter als an die Kunden gerichtet gewesen, so Cook. Der Spot sei aus dem Grunde seiner Seele gekommen, meinte Cook – und ließ ihn bilderlos als Audio-File abspielen.

Dieser Spot ist einer von vielen, die sich auch in der bemerkenswerten „Ultimate Steve Jobs Collection“ von Scott Hurff auf Chill.com befindet. Hurff hat hier auf einer Seite Hunderte von verstreuten Videos zu Steve Jobs zusammen getragen. Das ist Stoff für zig Stunden der Heldenbeobachtung- und verehrung – und des Lernens.

Twitter-Nutzer simOnth hat die neue Facebook-Timeline genutzt, um Steve Jobs Leben mit Bildern und Worten zu versehen. Facebook hat den geschaffenen Account inzwischen gesperrt, simOnth hat jedoch ein Video (mit grässlichem Soundtrack) davon ins Netz gestellt.

Eine der größten Steve-Jobs-Bilder-, Video-, Zitate und Informationssammlungen ist allaboutstevejobs.com. Seit sechs Jahren sammelt ihr Schöpfer Romain alles über ihn und trägt es auf dieser Seite zusammen. Kein Wunder: Er ist am gleichen Tag wie Steve Jobs geboren, nur 32 Jahre später. Zu seinem und Steves heutigen Geburtstag hat er die Seite im neuen Design präsentiert.

Wir sagen: Herzlichen Glückwunsch!

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