Stevenote.tv: Ein Kompendium der Jobs-Auftritte und eine Bronzestatue

Flavio Trillo

Wer den totalen Steve-Jobs-Overkill will, kann entweder die Biographie von Walter Isaacson* in einem Stück durchlesen oder alle Keynotes, Interviews und sonstigen öffentlichen Auftritte des verstorbenen Apple-Chefs anschauen. Das eine ist praktisch, denn Isaacson hat zum Glück alle Seiten seines Werkes in ein handliches Buch geklebt. Anders sieht es bei den überall verstreuten Video-Clips aus. Stevenote.tv will diesem Missstand abhelfen.

Das Projekt des Brasilianers Fabio Fiss ist aus der Leidenschaft für Apple-Produkte und der Bewunderung für Steve Jobs entstanden. Zwar ist der 26-jährige erst seit 2006 ein echter Fan. Seine Begeisterung gilt aber auch den vorherigen Auftritten seines Idols. So will er neben den Keynotes und Produktvorstellungen auch Dokumentationen, Werbespots und Interviews sammeln.

Die simpel und übersichtlich gestaltete Internetseite des Webdesigners ist zentrale Anlaufstelle für alle, die eine möglichst große Auswahl an Steve-Videos auf einmal suchen. Wie thenextweb.com berichtet, sei es Fiss’ Ziel, alle Videos mit Steve Jobs darin zu sammeln, die in den Weiten des Internet verstreut sind. Doch das ist noch lange nicht alles.

Für jedes Apple-Event soll es eine Zusammenfassung inklusive Video, Transkript und den wichtigsten Informationen zur Veranstaltung geben. Wie das aussehen könnte, zeigt Fiss in dem Prototypen einer solchen Seite zur Worldwide Developers Conference (WWDC) 2010. Noch nicht so ganz sicher ist er sich dagegen bei der Frage, ob auch künftige Veranstaltungen ohne Jobs’ Mitwirken archiviert werden sollen. Die Präsentation des iPhone 4S hat es noch in seine Sammlung geschafft, alles weitere bleibt abzuwarten.

An eine Monetarisierung der Besucher, von denen er voraussichtlich eine ganze Menge zu erwarten hat, wagt sich der Schöpfer jedoch vorerst nicht heran. Zunächst wolle er einen bessere Überblick über die juristische Lage seines Angebots erlangen. Mit einem Hinweis in der Fußzeile von stevenote.tv hofft er auf Apples Verständnis und die Vermeidung einer eventuellen rechtlichen Bredouille.

Wem das aber zu flüchtig, zu wenig greifbar ist, der wird vielleicht einen Besuch im schönen Budapest in Erwägung ziehen. Hier wird am 21. Dezember eine Bronze-Statue in Überlebensgröße enthüllt, die den Apple-Mitbegründer in dynamischer Pose zeigen soll. In Auftrag gegeben hat die Skulptur der CEO eines ungarischen Softwareherstellers, der sich tief beeindruckt zeigte von Jobs’ Leben und Wirken.

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