Zukünftige Apple-Produkte: Steve Jobs soll vier Jahre im Voraus geplant haben

Florian Matthey
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Analysten, Journalisten und wohl auch viele Apple-Fans fragen sich, ob Apple auch ohne Steve Jobs so erfolgreich wie in den letzten Jahren bleiben kann. Der letzte Woche verstorbene frühere Apple-Chef soll jedoch nicht nur mit Institutionen wie der Apple University vorgesorgt haben. Auch soll er selbst die Entwicklung vieler Produkte beaufsichtigt haben, die Apple noch lange nicht veröffentlicht hat. Angeblich wird das Unternehmen noch in vier Jahren Produkte veröffentlichen, an denen Jobs mitwirkte.

Vor allem Medienvertreter sprachen nach der Präsentation des iPhone 4S von einer Enttäuschung und stellten gleich auch einen Zusammenhang mit dem Führungswechsel bei Apple her. So schrieb beispielsweise Spiegel Online, dass “das neue iPhone enttäuscht”, “das Einzigartige fehlte”. Tim Cook müsse nun eine Konzernstrategie finden. Den Marktforscher Rüdiger Spies zitiert die Website mit den Worten, dass Apple mit dem iPhone 4S “erstmals” ein Produkt vorgestellt habe, “das keine neue Messlatte mehr für die Konkurrenz auf dem Smartphone-Markt” sei.

Spiegel Online und Spies übersehen dabei, dass das iPhone 4S einerseits mehr Neuerungen bringt als beispielsweise seinerzeit das iPhone 3GS. Andererseits ist auch die Herstellung eines Zusammenhangs mit Jobs’ Tod etwas gewagt, da zumindest beim iPhone 4S davon auszugehen ist, dass der frühere Apple-Chef an dessen Entwicklung ebenso wie bei früheren iPhones beteiligt war. Selbst nach seinem Rücktritt Ende August soll Jobs noch an der Produktentwicklung beteiligt gewesen sein.

Nach Informationen der britischen Zeitungen Daily Mail sollen auch in den nächsten Jahren noch einige Produkte erscheinen, die die Handschrift des Apple-Mitgründers tragen. Im letzten Jahr soll Jobs die Entwicklung vieler Produkte beaufsichtigt haben, die Apples Zukunft sichern sollten. Darunter befänden sich neben dem Cloud-Computing-Webdienst iCloud, der am 12. Oktober startet, auch zukünftige Versionen des iPod, iPad, iPhone und MacBook. Insgesamt habe Jobs vier Jahre im Voraus geplant.

Dass zumindest die Ideen für neue Produkte bei Apple zunächst mehrere Jahre reifen, bevor aus ihnen fertige Produkte entstehen, hatte Jobs selbst in der Vergangenheit angedeutet. Letztes Jahr verriet Jobs, dass Apple einen Prototypen des iPad schon vor der Veröffentlichung des ersten iPhones gebaut hatte – der damalige Apple-Chef entschied sich dann, auf dessen Basis zunächst ein Telefon zu entwickeln und sich erst später wieder dem Thema Tablet zu widmen.

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