Steve Wozniak: Sympathien für Kim Dotcom

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Der Apple-Mitgründer Steve Wozniak traf sich kürzlich in Neuseeland mit dem Megaupload-Gründer Kim Dotcom – und sprach sich im Anschluss gegen das Strafverfahren gegen Dotcom aus: Die US-Regierung bewege sich auf dünnem Eis.

Steve Wozniak: Sympathien für Kim Dotcom

Steve Wozniak, genannt “Woz“, reiste letzten Monat für eine Rede nach Neuseeland, an der Kim Dotcom, früher Kim Schmitz, auch hätte teilnehmen wollen. Allerdings konnte er nicht kommen, da er sich unter Hausarrest befindet. Wozniak entschied sich also, Dotcom auf dessen Anwesen zu besuchen, seitdem stünden die beiden im regen E-Mail-Kontakt.

Dotcom war Betreiber des Cloud-Dienstes beziehungsweise Sharehoster Megaupload, der ihm ein Vermögen einbrachte. Amerikanischen Behörden waren die häufigen Urheberrechtsverletzungen auf der Plattform ein Dorn im Auge und sie werfen Dotcom vor, diese begünstigt oder zumindest geduldet zu haben. Dotcom verweist darauf, dass die Benutzer dafür verantwortlich gewesen seien, was sie hochladen und dass Megaupload entsprechende Links entfernt habe. Die Behörden meinen wiederum, dass der Betreiber auch die Dateien hätten löschen müssen.

Im Januar diesen Jahres ließ das US-Justizministerium die Seite abschalten, die neuseeländische Polizei verhaftete Dotcom medienwirksam auf seinem Anwesen. Die USA haben seine Auslieferung beantragt, gegen die er sich seitdem wehrt.

Wozniak glaubt, hält das, was “die Behörden seinem Leben angetan haben” für “lächerlich”. Viele Neuseeländer stünden hinter ihm, die US-Regierung bewege sich auf dünnem Eis. Megaupload sei mit einer Autobahn vergleichbar: “Man schließt nicht einfach die ganze Straße, weil jemand zu schnell fährt”, so der Apple-Mitgründer. Ohnehin ließen sich Angebote wie Megaupload nicht verhindern: “Wenn eine riesige Dampfwalze kommt, sollte man nicht versuchen, sie anzuhalten, sondern aus dem Weg gehen”, meint Wozniak.

Kim Dotcom ist alles andere als unumstritten – schon früher musste er sich mehrere Male vor Gericht verantworten. Auf die Frage, ob er es mit einem Schwindler zu tun habe, antwortete “Woz”, dass dies durchaus möglich sei: “Sollte ich glaubhafte Details hören, könnte ich mich gegen ihn wenden. Nach dem, was ich bisher gehört habe, finde ich aber nichts.”

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