Review - Super Mario Galaxy 2

Leserbeitrag
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Eine typische Märchenprinzessin lädt einen italienischen Klempner mit einem sympathischen Schnauzbart in ihr großes Schloss ein, ein riesiges drachenähnliches Wesen erscheint unerwartet und alles geht schief. Eigentlich kennt man diese vertraute Situation schon zu Genüge. Trotzdem sind viele Gamer alle paar Jahre sehr erfreut, wenn auf der Nintendo E3 Pressekonferenz ein neues 3D Super Mario Game, à la Super Mario 64, angekündigt wird. Diesmal hat uns Shigeru Miyamoto allerdings nicht mit einem komplett neuen Game beglückt, sondern  hat uns eine Fortsetzung mit bereits vertrautem Galaxy-Setting beschert. Ob Super Mario Galaxy 2 trotzdem was drauf hat, werde ich euch in diesem Review zeigen.

 

Was blieb gleich?

Nachdem man das typische kindlich gestaltete Intro geschafft hat, kommt einem alles eigentlich schon wieder bekannt vor. Die Steuerung mit Wiimote und Nunchuk funktioniert wie im Vorgängerteil sehr gut und vieles sieht auch genauso aus: Sternenstaub stürzt aus dem Universum auf die Planeten, die ganze Umgebung ist bunt und sehr belebt. Kein einziges grafisches Element wirkt irgendwie verpfuscht, in jeden einzelnen Pixel wurde viel Liebe gesetzt und man fühlt sich in die Kindheit zurückversetzt. Allerdings wird man auch feststellen, dass viele der Gegner in den Levels und die grundlegenden Designideen der Levels aus dem ersten Teils schon bekannt sind. Auch bei einigen der Endbossen muss man feststellen, dass diese im Vorgängerteil bereits vorkamen und einfach in den zweiten Teil kopiert wurden. Flinke Ohren werden auch bemerken, dass einige Musiktracks erneut vorkommen. Dabei handelt es sich jedoch nicht nur um Tracks des ersten Teils, sondern auch klassische Songs aus dem Super Mario Universum finden hier wieder ihren Platz und sorgen für einen gewissen Nostalgiefaktor.

 

Und doch gibt es Neuerungen!

Trotzdem kann man klar sagen, dass dies ein eigenständiges Spiel ist und auch viele Elemente neu sind. Beispielsweise kann Mario nun durch Einsammeln eines Wolkenpilzes drei Wolken durch das Schütteln der Wiimote erzeugen und so höhere Ebenen erreichen. Ein weiteres neues Item ist der Felspilz, mit dem sich Mario in einen Felsen verwandelt und sowohl Gegner, als auch bestimmte Wände zerstören kann. Die meisten Items sind allerdings schon aus dem Vorgängerteil bekannt.

Auch Marios bester Freund Yoshi ist wieder da und fühlt sich beim Spielen genauso einfach und gut steuerbar wie Mario an. Seine bekannte lange Zunge ist auch wieder einsetzbar und wird durch eine Hilfestellung in Form eines Kreises und der Taste, die man drücken muss dem Spieler näher gebracht. Solche Hilfestellungen sind auch bei vielen anderen Elementen des Spiels zu finden und helfen auch Neulingen Super Mario Galaxy 2 zu meistern. In einigen Levels findet man mit Yoshi auch bestimmte Items, die nur er einsetzen kann. Mit diesen kann er entweder eine bestimmte Zeit lang sehr schnell laufen, in den Himmel schweben oder dunkle Bereiche erleuchten.

Kommt man zurück in die Levelauswahl, bemerkt man sofort, dass es dort gravierende Änderungen gibt. Mario und das Raumschiff befinden sich nun nicht mehr immer nur auf dem selben Platz, sondern sie reisen quer durch das Universum zu den einzelnen Planeten. Die Level werden also nicht mehr direkt auf dem Raumschiff ausgewählt. Auch anzumerken ist, dass das Raumschiff die Form von Marios Kopf hat und sich die auf dem Raumschiff befindlichen Personen häufen, wenn man unterschiedliche verbündete Wesen in den Galaxien trifft.

Durchgespielt! Und nun? (Achtung, Spoiler!)

Auch nach der Eroberung aller 120 Sterne geht es spannend weiter. In jeder Welt verstecken sich 2-3 grüne Sterne, die teils gut versteckt sind oder schwer zu erreichen sind. Wenn man auch diese geholt hat wird man noch von einer allerletzten Galaxie überrascht. Falls man denkt, man wird für die zahlreichen Spielestunden mit einer letzten, einfacheren Galaxie zur Entspannung belohnt dann täuscht man sich. Die letzen zwei Sterne sind ganz klar die schwierigsten im ganzen Spiel und fordern sehr viele Jump’n’Run Skills. Hat man allerdings auch diese geschafft, ist man der Großmeister aller Galaxien und kann Super Mario Galaxy 2 erleichtert in seine Spielesammlung zurückstellen.

Fazit

Als großer Super Mario Fan fällt es mir natürlich nicht einfach, ein ausschließlich objektives Fazit zu geben. Allerdings sprechen auch allgemein die Verkaufszahlen und Userwertungen deutlich für das Spiel. Alle, die den ersten Teil bereits mit Freude gespielt haben, werden auch hier jede Menge Spaß haben. Trotzdem werden diese Spieler sich auch wünschen, dass es mehr wirkliche Neuerungen geben würde und weniger Gegner- und Levelrecycling. Trotzdem überwiegen die Vorteile und sorgen dafür, dass ein bereits sehr guter Vorgänger noch besser neu aufgelegt wurde und wieder für sehr viel Spielspaß sorgt. Auch der gesteigerte Schwierigkeitsgrad sorgt dafür, dass sich die meisten noch mal in das Galaxien-Setting stürzen. Anfänger kommen auch nicht zu kurz und können sich mit der beiliegenden Anfänger DVD in das Spiel einführen lassen. Auch für Freunde des Zweispieler-Modus gibt es erfreuliche Neuerungen. Er wurde etwas verbessert und somit ist es unter anderem möglich Gegner aufzuhalten oder Münzen einzusammeln. Ein wirklich lustiger Zweispieler-Modus ist allerdings immer noch nicht vorhanden.

Letztendlich ist zu sagen, dass Shigeru Miyamoto und sein Team wieder Mal geschafft haben, ein sehr gutes Spiel zu kreieren und die typische Mario Atmosphäre neu und erfolgreich aufgesetzt haben. Super Mario Galaxy 2 ist für alle Wii-Besitzer ein Pflichtkauf.

 

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