Shigeru Miyamoto - "Super Mario von deutschen Einflüssen geprägt"

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Obwohl Nintendos Kultfigur Super Mario ein Italiener ist und sein Schöpfer, Shigeru Miyamoto, ein Japaner ist, ließ Miyamoto nun in einem aktuellen Interview verlauten, dass unter anderem die deutsche Kultur die virtuelle Welt des Klempner’s geprägt hat.

Mario ist Italiener, ich bin Japaner, aber es findet sich viel Deutsches in diesem und anderen Nintendo-Spielen. Das geht natürlich bei der Architektur los. Und nicht nur, dass das Schloss in den Spielen ein bisschen wie eins aus Deutschland aussieht. Abseits davon hat mich der Bauhaus-Stil geprägt. Die fantastische Ästhetik zum Beispiel vom deutschen Architekten Ludwig Mies van der Rohre hat mich tief geprägt”, sagte Miyamoto.

Bekanntlich hat Miyamoto die Figur Super Mario, der als erfolgreichste und bekannteste Videospielfigur der Welt gilt, für das Spiel Donkey Kong entwickelt und vor rund 25 Jahren bekam Mario sein eigenes Spiel.

Mario würde ich heute genauso entwerfen wie vor 29 Jahren. Es ist eine einfache Figur, die jeder sofort erkennt und mit der man sich auch irgendwie identifizieren kann. Der Charakter lässt sich für alle möglichen Spielsituationen einsetzen. Gerade Videospielfiguren zu erfinden, ist sehr schwierig. Denn sie müssen gleichzeitig Comic-Helden und Schauspieler sein”, so Miyamoto.

Allerdings verriet er im Interview, dass er keine besondere Beziehung zu seiner Figur hat:

”Ich werde ja oft als Vater von Mario bezeichnet. Aber ich habe ihn geboren, eigentlich wäre ich dann seine Mutter.”

Zudem hat ihn der Erfolg von Mario sehr glücklich gemacht: ”Ich fühle mich dadurch sehr geehrt.”

Er gestand im Interview, dass er unbewusst ganz viel Japanisches in die Spiele eingebaut hat und damit hat er Millionen Menschen auf der Welt auch an die japanische Kultur herangeführt:

”Es ist ja unbewusst ganz viel Japanisches dabei, zum Beispiel aus der Mangakultur. Viele Kinder sind durch meine Spiele zum ersten Mal damit in Berührung gekommen. Das war keine Absicht, aber es freut mich sehr.”


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