Super Mario 3D Land Kurzcheck – Super, Mario? Nee, aber knapp dran

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Ein dankbarer Artikel. Wie eigentlich jeder, über das Thema “Mario”. Es ist nicht mal der Fakt, dass eigentlich jeder den kleinen Knubbel-Klempner toll findet, sondern auch die Qualität seiner Spiele. Die sind entweder toll oder perfekt, dazwischen oder gar darunter gibt’s nix. Man muss also gar nicht viel sagen – es reicht die Erwähnung, dass mit “Super Mario 3D Land” nun der nächste Jump’n Run-Klassiker im Regal steht. Zumindest wenn man die Erwartungen gering hält.

Super Mario 3D Land Kurzcheck – Super, Mario? Nee, aber knapp dran

Dieser Artikel ist aber auch deswegen dankbarer Stoff, weil man eigentlich kaum Worte benötigt, um die Essenz eines Mario-Spiels zusammen zu fassen. Er hüpft halt. Vorbei an Feuerblumen, Koopas, Kugelwillies und Pilzen. Spielerisch hat sich Mario in den 30 Jahren seines Bestehens immer wieder auch entwickelt. Aber “Super Mario 3D Land” gehört nicht in diese Sparte. Es wird halt gehüpft – was die Anhänger kaum verschrecken dürfte.


Insgesamt acht Welten gilt es zu erobern, am Ende steht das Klassenziel “Prinzessin retten”, dazwischen erwartet uns nahezu alles, was Mario in seinen bisherigen Jump’n Run-Abenteuern groß gemacht hat. Der legendäre Tanooki-Suit feiert sein Comeback, mit dessen Waschbär-Schwanz Feinde weggewischt und Abgründe flatternd überwunden werden. Ein Riesenspaß, neben dem die bekannte Feuerblume und das Schildkrötenkostüm (mit dem ihr Bumerangs werft) fast schon blass wirken.

Ansonsten wird gehüpft. Wie immer muss man fast sagen. Denn wo “Mario Galaxy” zuletzt mit kreativen Wahnwitz begeisterte, spielt sich “3D Land”…nunja, enttäuschend klassisch. Bis auf die bewährten Formelstücke gibt es wenig Neues, selbst der auf der Packung angepriesene 3D-Effekt nötigt Nintendo kaum kreative Glanzleistungen ab. Es geht zwar in die Tiefe, Höhe, nach vorn, hinten, oben, unten und dazwischen auch, aber das alles funktioniert (und funktionierte) so auch schon in 2D. Wer wie wir den 3D-Effekt als schmerzvoll für die Augen empfindet, schaltet den ohnehin nach kürzester Zeit ab.


Dafür macht das Leveldesign aber einiges wett. Da wird wirklich alles aufgefahren: Drehende Plattformen, nein, ganze Welten, die sich ineinander verzwirbeln. Geisterschlösser, unsichtbare Plattformen, schwingende Plattformen, wabbelnde Plattformen…eigentlich gibt’s hier keine Plattform-Art, die es nicht gibt. Dazu: Sterne, Wolken, Wasserlevel, Lava, Gefälle, Kanonenflüge, Täler, Berge, Klaviertasten, Wüsten…alles.

Wer einmal angefangen hat, hört schon allein deswegen nicht mehr auf zu spielen, weil er sehen will, was sich Nintendo für das nächste Level wieder ausgedacht hat. Leider ist der Spaß aber allzu schnell vorbei. Rund vier Stunden ist man beschäftigt, und dann auch nur, wenn man alle Sterne finden will. Das ohnehin schon einfache Spiel wird durch spezielle Mechanismen (nach rund fünf Toden, gibt’s einen Unverwundbarkeits-Tanooki-Suit) sogar noch simpler.

Fazit
Mario ist Mario bleibt Mario – und das ist gut so. Zumindest wenn man statt der nächsten Jump’n Run-Evolutionsstufe einfach nur ein gutes Spiel erwartet. Was den Ideenreichtum angeht, gibt sich “Super Mario 3D Land” seltsam klassisch – will heißen: verdammt spaßig, aber doch irgendwie zu vertraut. Das “3D” im Namen kann man eigentlich getrost vergessen, zumindest schlägt es sich nur minimal im Spieldesign wieder. Dass Mario auch in der Tiefe funktioniert, wissen wir, spätestens seit “Super Mario 64″. “Super Mario 3D Land” ist also “nur” ein verdammt gutes Jump’n Run für unterwegs.

Wertung: 84%

Weitere Themen: HTC EVO 3D, Super Mario 64 DS, 3d


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