Abwerbe-Absprachen: Tim Cook muss aussagen

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Um teuren Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte zu vermeiden, sollen große Tech-Unternehmen, wie Google, Intel und Apple, bestimmte Vereinbarungen getroffen haben. Dies ist nach der Klage einiger ehemaliger Mitarbeiter dieser Firmen ans Licht gekommen. Nun muss Apple-CEO Tim Cook den Gegenanwälten Rede und Antwort stehen.

Abwerbe-Absprachen: Tim Cook muss aussagen

Richterin Lucy Koh, bereits eine feste Größe in Apples Verfahrensgeschichte, befahl Tim Cook laut Reuters, sich vier Stunden lang den Fragen der Klägeranwälte zu stellen. Anschließend will sie entscheiden, ob eine Sammelklage zulässig ist. Mit einer solchen könnten die Kläger leichter hohe Summen als Schadensersatz verlangen.

Aus internen E-Mails war hervorgegangen, dass größere IT-Unternehmen es für effizient hielten, sich gegenseitig keine Top-Manager und andere hochqualifizierte Kräfte abzuwerben. Nun müssen diverse hochrangige Mitarbeiter der beklagten Firmen aussagen, darunter neben Cook auch Intels CEO Paul Otellini und Googles Eric Schmidt.

Doch selbst wenn sich nach Durchsicht der E-Mails und Befragung der Manager ergeben sollte, dass die genannten Vereinbarungen bestanden, ist die Sache für die Kläger noch nicht gewonnen. Sie müssen nämlich außerdem beweisen, dass sich dadurch für sie ein konkreter finanzieller Schaden ergeben hat.

Apples Anwälte hatten zunächst versucht, Cook die Befragung zu ersparen. Sie gaben an, er habe als COO (seine Rolle bevor er 2011 das Amt des CEO von Steve Jobs übernahm) niemals von den Vereinbarungen gewusst. Das nahm Koh jedoch nicht für voll und konnte kaum glauben, dass ein „Chief operating officer“ von solchen Vorgängen keine Kenntnis hatte.

Im Jahr 2010 hatten sich Apple, Google und einige andere Größen aus dem Silicon Valley mit dem US-Justizministerium darauf verständigt, Absprachen gegen das gegenseitige Abwerben von Mitarbeitern zu unterlassen.

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Tim Cook

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