Musikstreaming von Apple: Tim Cook traf Beats-Chef Jimmy Iovine

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Musikstreaming-Dienste kämpfen zwar mit der Finanzierung. Dennoch gehen viele Brancheninsider davon aus, dass dem Musik-Abo die Zukunft gehört. Auch Apple soll an einem Dienst interessiert sein. Ein Treffen zwischen Tim Cook und Beats-Chef Jimmy Iovine bestätigt diese Vermutung.

Musikstreaming von Apple: Tim Cook traf Beats-Chef Jimmy Iovine

Ende Februar trafen Apple-Chef Tim Cook und Eddy Cue (zuständig für Internetdienste bei Apple) den CEO von Beats, Jimmy Iovine. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. In dem Gespräch in Los Angeles soll es um einen Abodienst für Musik namens „Projekt Daisy“ gegangen sein. Eine offizielle Bestätigung der Reuters-Meldung gibt es von den beteiligten Unternehmen nicht.

Warum sollte ein Gespräch der CEOs von einem Streamingdienst gehandelt haben? Beats Electronics ist eine Firma von den beiden Musik-Größen Jimmy Iovine und Dr. Dre und vor allem für die Kopfhörer bekannt. Aktuell gibt es noch keinen Streamingdienst von dem Unternehmen.
Doch Beats Electronics hat Daisy bereits vorgestellt. Als Unterscheidungsmerkmal zu anderen Diensten möchte Beats sich um die Kunden sorgen, und nicht einfach Millionen Songs gegen eine Kreditkartennummer tauschen, dem Abonnenten „viel Glück“ wünschen und dann alleine lassen.

Wie eine Kooperation zwischen Apple und Beats aussehen könnte, ist fraglich. Mit Apple – speziell mit Steve Jobs – war Beats Electronics in der Vergangenheit bereits in Kontakt. Der verstorbene Apple-CEO war von der Arbeit der Beats-Chefs recht angetan.

Über einen Musikdienst von Apple wird schon Jahre spekuliert – und es wäre eine Überraschung, wenn Apple ein Streaming-Angebot nicht in Erwägung ziehen würde. Aktuell gibt es nur iTunes Match. Hier kann der Kunde seine Musik auf alle seine Geräte über iCloud streamen oder downloaden. Dabei ist es egal, ob die Musik bei iTunes oder anderen Händlern als mp3 oder CD gekauft wurden. Bei einem klassischen Musikstreamingdienst kann der Abonnent auf eine riesige Mediathek zurückgreifen, ohne dass die Musik vorher gekauft werden musste. Populäres Beispiel: Spotify. Neben einer werbefinanzierten Musikflatrate gibt es einen kostenpflichtigen Premiumdienst. Das Unternehmen machte in den vergangenen Jahren allerdings noch riesige Verluste, 2011 sollen es zum Beispiel 40 Millionen Euro gewesen sein.

Tim Cook

Weitere Themen: iTunes Match, Spotify, Apple


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