Tim Cook: Time portraitiert den Apple-CEO als mögliche “Person des Jahres”

Barack Obama ist für das amerikanische Time Magazine die “Person des Jahres”. In die engere Auswahl für diesen Titel kam allerdings auch Tim Cook. Das Profil des Apple-CEO zitiert ihn über seine Arbeitsweise – und über das, was von ihm noch zu erwarten ist.

Ebenso wie über den US-Präsident Obama und über andere Personen, die in die engere Auswahl kamen, hat das Time Magazine auch über Tim Cook einen ausführlichen Artikel (via Mac Rumors) veröffentlicht. Dieser enthält viele Details über den Nachfolger von Steve Jobs, die bereits bekannt waren. Er enthält aber auch einige neue Zitate des Apple-Chefs.

Das Magazin sieht eine Parallele zu Cooks Vorgänger: Ebenso wie Jobs habe Cook eine Fähigkeit, sehr bestimmt mit Unfähigkeit umzugehen: Die Ruhe, die Cook in der Regel ausstrahlt, könne Berichten zufolge Apple-intern zu einer “gnadenlosen Kälte” werden, die jegliche Verwirrung und Inkompetenz beseitige. Cook erklärt, dass es Teil der Arbeit in einer Führungsposition sei, “einen Sinn für Dringlichkeit” herüberzubringen, wenn es um entscheidende Probleme geht. Immerhin arbeite Apple mit einer extremen Geschwindigkeit, “und nach meiner Erfahrung werden Schlüsselprobleme selten von selbst kleiner.”

Unter Cook habe Apple bereits einige erfolgreiche Produkte veröffentlicht. Diese – oder zumindest die Vorgänger der aktuellen Produktgeneration – habe Apple allerdings alle entwickelt, als Cook die Führung noch nicht kurz vor dessen Tod von Jobs übernommen hatte. Die Welt warte auf den “Test” für Cook, der darin bestehen wird, dass Apple ein komplett neues Produkt auf einem weiteren Markt einführt, um diesen neu aufzurollen – so, wie das Unternehmen mit den Märkten der digitalen Musik-Player, Musik-Downloads, der Smartphones und der Tablet-PCs vorgeführt hat.

Auf die Frage, ob Cook eines Tages einen ähnlichen Schritt unternehmen werde, antwortete der Apple-CEO lächelnd: “Ja. Ja. Auf jeden Fall.” Dann werde die Welt einen klareren Blick auf Cook bekommen – der bisher selbst eher wie ein Apple-Produkt sei: Auch Cook sei eine “paradoxe Kombination” des Offenen und Verschlossenen, “aufpoliert und benutzerfreundlich, aber auch fest verschlossen vor allen, die neugierig sind und sehen wollen, was sich im Innern befindet”. Man wisse, dass dort unterhalb der Oberfläche etwas passiere, aber nicht, was es genau ist.

Die kritischen Entwicklungen bei Apple der jüngeren Vergangenheit scheinen Cook jedenfalls nicht zu beunruhigen – der Artikel nennt den Preisverfall der Apple-Aktie und das Dilemma um die Karten-App des iOS 6. Cook erklärt, dass er seit 15 Jahren bei Apple arbeite, “also ist Apple mir nicht fremd. Ich will damit nicht sagen, dass alles vorhersehbar ist. Es ist unvorhersehbar. Aber es war immer schon unvorhersehbar.”

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Tim Cook

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