Tim Cook: Was sich bei Apple verändert hat

Florian Matthey
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“Apple wird sich nicht ändern”, so Tim Cook Ende August in einer Mail an alle Apple-Mitarbeiter. An diesem Tag hatte Apples Verwaltungsrat Cook zum neuen CEO des Unternehmens gewählt. Cook ist nunmehr über zwei Monate Chef des Unternehmens. In diesem Zeitraum sollen sich dann doch einige Details geändert haben.

Einem Bericht des über Apple-Interna üblicherweise gut informierten Wall Street Journal zufolge soll Cook die Unternehmenskultur gestrafft und die Kommunikationswege verkürzt haben. Cook soll vor allem die Apple-Verwaltung umgebaut haben – dazu gehörten einige Beförderungen sowie eine allgemeine Umstrukturierung der Hierarchien. Solche Vorgänge sollen Cooks Vorgänger Steve Jobs, der vor rund einem Monat verstorben ist, nie groß interessiert haben.

Auch dem Aufbau von Apples Abteilung für den Bildungsmarkt soll sich Cook gewidmet haben: Diese Sparte habe bisher weitgehend unabhängig gearbeitet. Cook habe sie in einen Verkaufs- und einen Marketing-Bereich aufgespaltet und die beiden neuen Bereiche in die bestehende Apple-Verkaufs- und Marketing-Struktur integriert. Die Apple-Manager Phil Schiller und John Brandon erhalten im Zuge dessen neue Kompetenzen. Die Veränderungen beschränkten sich allerdings auf solche Details – Cook sei kein Freund grundlegender Neustrukturierungen.

Im Vergleich zu seinem Vorgänger soll sich Cook via E-Mail auch viel öfter an alle Apple-Mitarbeiter wenden, wobei er alle Mails mit der Anrede “Team” beginnt. Auch mit Investoren soll er offener umgehen, als Jobs dies zuvor tat – weshalb sich einige von ihnen auch Dividende oder einen Aktien-Rückkauf durch Apple wünschen. Auch könnte Cook weniger vorsichtig mit Apples riesigen Barreserven umgehen als sein Vorgänger.

Allgemein soll sich Cook, der zuvor immerhin jahrelang Chief Operating Officer des Unternehmens war, eher dem operativen Geschäft widmen, als Jobs dies tat – und offenbar auch stärker auf die Zahlen und nicht nur auf das Produkt selbst achten. Als ein Mitarbeiter ihm einst ein neues Feature demonstrierte, habe Cook ihn prompt gefragt, wie sich denn damit mehr Handys verkaufen ließen. Cook sei einfach “kein Produkt-Typ”, sollen seine Kollegen und Freunde sagen.

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