Tim Cook will engeren Kontakt zur Politik

Tim Cooks Reise nach Washington scheint eine Art “Antrittsbesuch” gewesen zu sein: Offenbar wollte sich der Apple-CEO in erster Linie nur bei US-Politikern vorstellen und erste Kontakte knüpfen. Damit scheint Cook mit einer weiteren Tradition seines Vorgängers zu brechen.

Tim Cook will engeren Kontakt zur Politik

Apple: Bisher in Sachen Politiker-Kontakte eher zurückhaltend

Der Ende letzten Jahres verstorbene Apple-Mitgründer Steve Jobs soll Zeit seines Lebens den Kontakt zu Politikern eher gemieden haben. Zwar nahm Jobs beispielsweise Anfang letzten Jahres zusammen mit einigen anderen amerikanischen IT-Managern an einem Abendessen mit Barack Obama teil und war mit dem Ex-US-Vizepräsidenten Al Gore befreundet – Gore sitzt auch heute noch in Apples Verwaltungsrat.

Dennoch hielt sich Jobs anders als viele andere US-Manager beispielsweise mit Wahlkampfspenden immer zurück. Bezeichnend ist auch, dass Apple traditionell deutlich weniger für Lobbyismus ausgibt als andere IT-Unternehmen – selbst weniger als solche, die kleiner als der Mac-, iPhone- und iPad-Hersteller sind.

Tim Cook offenbar mit neuer Strategie

Jobs’ Nachfolger Tim Cook scheint einem engen Kontakt zur Politik weniger abgeneigt zu sein. Cook traf sich bereits im März mit dem chinesischen Vize-Premierminister Li Keqiang und dem Bürgermeister von Peking, Guo Jinlong. Mitte diesen Monats folgte das Treffen mit dem US-Repräsentantenhaus-Sprecher John Boehner sowie anderen hochrangingen Kongressmitgliedern.

Das Wirtschaftsmagazin Fortune glaubt, dass sich das Verhältnis zwischen Apple und der Politik unter Cooks Führung spürbar verändern könnte. Fortune zitiert einige Mitarbeiter der US-Abgeordneten, denen zufolge die Treffen in erster Linie einem Kennenlernen dienen sollten: Wirklich konkrete Themen hätten die Politiker mit Cook nicht besprochen. Mit dem Senats-Oppositionsführer Mitch McConnell habe sich der Apple-Chef beispielsweise darüber unterhalten, dass das Glas des iPhone und iPad vom Hersteller Corning aus McConnells Heimatstaat Kentucky stamme.

Eine “informierte Quelle” meint zu wissen, dass Cook anders als Jobs ein “starkes persönliches Interesse” an Politik habe – und dass Cook erkenne, dass ein engagierter CEO eine gewisse Rolle bei der Prioritätensetzung in Washington spielen könne.

Das Zusammentreffen mit den Politikern könnte also tatsächlich eine Änderung einer Apple-Philosophie mit sich bringen. Es wäre nicht das erste Mal, dass Cook mit einer von Jobs geführten Tradition bricht: Auch seine Entscheidung, den Apple-Aktionären Dividende zu gönnen, gilt als eine, die Jobs so nicht getroffen hätte.

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