Tim Sweeney - PCs sind gut für alles, nur nicht für Spiele

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(Max) Über kein anderes Thema wird derzeit heftiger debattiert, als über die Zukunft des PCs als Spielemaschine. Dabei entstanden schnell zwei Lager, nämlich die der eisernen Verfechter und die vermeintlicher Untergang-Propheten. Tim Sweeney, Unreal-Schöpfer und Angesteller bei Epic Games, gehört so ziemlich letzterer Partei ein.

Tim Sweeney - PCs sind gut für alles, nur nicht für Spiele

In einem Interview mit den Kollegen von Tgdaily gab Sweeney zu Protokoll, dass er den herkömmlichen Mainstream-PC nicht mehr als Spielemaschine sehe. Die Gründe hierfür liegen laut Meinung des Designers unter anderem bei dem hohen Preis spieletauglicher Rechner. “Es ist wie bei Sportwagen. Sie sind überall, jeder schreibt über sie, doch nur eine Hand voll kann sie sich wirklich leisten”, führt Sweeney anhand eines Beispiels aus. Als ob das nicht schon genug wäre, steht die Perfomance der teuren Rechner zu keiner Relation mit dem Preis. “Du legst doppelt soviel Geld hin, nur um 30% mehr Performance zu erhalten…Das ist nicht richtig”.

Außerdem wettert Sweeney gegen etliche Hardware-Hersteller, die mit 3-fach SLI Lösungen und anderen sogenannten “High-End Features” auf Kundenfang gehen. Demnach wäre es falsch, den Massenmarkt zu vernachlässigen und nur auf die Minderheit abzuzielen, die die jährlichen Aufrüstungsorgien mitmachen. Gerade hier läge das Problem. Laut Sweeney wäre die Kluft zwischen Low-End und High-End Rechnern heutzutage derart groß, dass man ein Spiel zwei mal entwickeln müsse, damit ein reibungsloser Spielablauf auf jedem PC gewährleistet ist.

Dadurch blüht der Markt sogenannter Casual – und Online Games. Vorreiter auch hier ist das MMORPG “World of Warcraft”, welches selbst auf DirectX 7 fähigen Grafikkarten spielbar ist und dementsprechend auf nahezu jedem Computer läuft.

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