Review - Close Range Demo

Leserbeitrag
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Um es vorweg zu nehmen: Close Range ist ein Gag – entwickelt vom amerikanischen Satire-Magazin ”The Onion”.

Da der Apple-Store alle Apps vor Veröffentlichung prüfen muss, und das Spiel nun als App abgelehnt wurde, widme ich mich aus gegebenen Anlass der Demo, die man im Internet als Flash-Spielchen zocken kann.

Ziel ist es dabei, Leuten aus kürzester Entfernung ins Gesicht zu schießen. Das klingt doof, ist es auch. Manuelles Zielen ist nicht erforderlich: Man muss lediglich mit der Maus klicken.

Die Story ist dabei natürlich sehr wichtig: Als Namenloser wird man von einer geheimen Geheimtruppe einer geheimen Regierung angerufen. Der Protagonist erfährt, dass sein bruder gekiddnapped wurde und eilt zur Rettung. Entgegen seiner Laune muss er Leute töten.

Was an dem Spiel sofort auffällt, ist, dass es absolut nicht ernst gemeint ist. Das Spiel ist von einem Satire-Magazin und zieht Killerspiele wie B- bzw sogar C-Movies durch den Kakao. Der Protagonist ist der typische Antiheld mit 5-Tage-Bart und schlechter Laune. Natürlich lernt er eine Frau kennen und natürlich beginnt auch eine Affäre mit ihr. Die Demo schreckt vor nichts zurück und weiß eine gute Wendung zu schätzen. Diese ist total überzogen, was man an den klischeehaften Dialogen und der comichaften Erzählweise zu spüren bekommt.

Was Apple ein Dorn im Auge war, ist die Gewalt, die als Stilmittel zelebriert wird. Es wird lediglich in den Kopf geschossen und der Tomatensaft und die Fruchtstücke füllen den ganzen Bildschirm.

Da es bereits 2009 erschienen ist, gab es in den Medien bereits einige Kontroversen. Deshalb kann man es als geschmackslos empfinden, oder aber, man erfreut sich an einem Spiel, das als komplette Parodie durchgeht und durch verrückte Klischees unterhält.

Um noch ein paar wichtige Details zu klären, die zu einer guten Review gehören:

  • Der Sound ist monoton.
  • Die Musik widerholt sich nach wenigen Sekunden.
  • Der Spielumfang ist für eine Demo ausreichend.
  • Die Steuerung ist einfach und das Gameplay ist sogar für Anfänger sehr leicht zu begreifen.
  • Die Animationen sind hervoragend.

Das Ende der Demo schießt den Vogel dann völlig ab und erinnert nicht von ungefähr an Postal. Fehlt nur noch Uwe Boll, der das Machwerk der Amerikaner verfilmen möchte. Denn sein Antitalent würde so einer Verfilmung sicherlich die besondere Note verleihen, die es verdient…

Von mir verdient die Demo volle 10 Punkte, da ich die verrückten Anspielungen genial finde und die Kritik an der Kritik an Killerspielen gut umgesetzt sehe! ;)

Sogar die oben erwähnten typischen negativen Aspekte des Spiels passen total zum satirischen Ton des Games und fallen deshalb nicht ins Gewicht.

Wer die Demo spielen möchte, der möge bitte unauffällig dem ersten Link folgen und den Eltern die Augen zuhalten! ;)

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