Kenner des Prequels wird das Shenmue-Prinzip nicht fremd sein: Ihr seit Ryo Hazuki, ein vom Schicksal gebeutelter Jugendlicher, der den Tod seines Vaters rächen will. Was bis hierhin nach einem banalen 08/15 “Ein Mann sieht rot”-Storyabklatsch klingt, entpuppt sich als eines der aufwendigsten Storylines der Videospielgeschichte, deren Ausgang allerdings noch in den Sternen steht.
Ihr dürft nun bei “Shenmue 2″ in Honk Kong Eure Suche nach Lan Di, dem Mörder Eures Vaters, fortsetzen.

In Eurer polygonalen Umwelt müsst Ihr nicht auf vorgegebenen Pfaden wandeln, sondern dürft Euch frei bewegen, Shops erkunden und zahlreiche Wetten abschließen, um Eure Mietwohnung zu bezahlen. Alles sehr realistisch, alles sehr spaßig. Und dennoch handelt es sich bei der Shenmue-Reihe um eines der größten Missverständnisse der Videospielgeschichte. Wie sonst lässt sich ein derartiger Flopp erklären?

Der Grund für den kommerziellen Misserfolg scheint unerklärlich. Das teuerste Videospiel der Welt, sieben Jahre Entwicklungszeit, Produktionskosten von über 20 Millionen US-Dollar, designed vom japanischen Starentwickler Yu Suzuki (“Virtua Fighter”, “Space Harrier”) auf der damaligen Next-Gen-Konsole Dreamcast. Und trotzdem ließen sich nur Fans auf einen erneuten Kauf des Spiels ein. Hätte eine westlich anmutendere Umgebung mit amerikanischem Cast zu mehr Erfolg geführt?

“Shenmue 2″ ist, genau wie sein Vorgänger, ein unbeachteter Meilenstein der Videospielhistorie. Lasst Euch dieses Spiel nicht erneut entgehen!

Wer dennoch auf einen Abschluss der Geschichte hofft, sollte einen Blick auf unseren RELATED LINK riskieren, wo Ihr zu einer Petition zu “Shenmue 3″ aufgerufen werdet. Die Hoffnung stirbt zuletzt…