AMD Ryzen: Neuer Desktop-Prozessor kann es mit Intels Core i7-6900K aufnehmen

Peter Hryciuk
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AMDs erster Desktop-Prozessor mit Zen-Architektur heißt Ryzen und kann es laut den ersten Benchmarks locker mit Intels Core-i7-K-Prozessor aufnehmen. Das Unternehmen hat die technischen Daten und weitere Details endlich offiziell angekündigt.

AMD Ryzen: Neuer Desktop-Prozessor kann es mit Intels Core i7-6900K aufnehmen

AMD Ryzen: Neuer High-End-Prozessor mit Zen-Architektur

AMD hat uns in den letzten Wochen mit ersten Details zur Zen-Architektur der neuen High-End-Prozessoren Hoffnung gemacht, dass es nach Jahren endlich wieder eine Alternative zu Intel-Prozessoren geben könnte. Ryzen wurde nun offiziell vorgestellt und soll als High-End-Prozessor genau das sein. Der erste Desktop-Prozessor kann es mit dem Intel Core i7-6900K aufnehmen und soll dabei zudem nicht zu viel Energie verbrauchen. Effizient und leistungsstark soll „Summit Ridge“ sein. Im 1. Quartal 2017 wird der Prozessor auf den Markt kommen. Im zweiten Quartal 2017 folgt die Zen-Auskoppelung „Naples“ für Server und dann im zweiten Halbjahr auch endlich ein „Raven Ridge“ für Notebooks. Besonders dieser Markt hat sich zuletzt sehr positiv entwickelt.

8 Kerne, 16 Threads, 3,4 GHz Basistakt und ein feiner Turbo

AMD RYZEN eigenschaften

Der neue AMD-Ryzen-Prozessor kommt mit acht Kernen, 16 Threads und hat einen Basistakt von mindestens 3,4 GHz. Das sind 400 MHz mehr als noch vor einigen Monaten, wo der Zen-Prozessor mit 3 GHz demonstriert wurde. Schon damals konnte die Leistung im Vergleich zum Vorgänger erheblich gesteigert werden. Mehr Leistung gibt es durch einen Turbo, der deutlich präziser arbeitet als der von Intel. AMD passt die Leistung an die jeweilige Situation in 25er-Schritten an, während Intel in 100er-Schritten die MHz-Anzahl erhöht. Das dürfte für eine bessere Effizienz sorgen. Mit „Extended Frequency Range“ kann der Prozessor sogar noch höher takten, wenn die Kühlung gut genug ist. Dazu gibt es insgesamt 20 MByte Cache. Dieser setzt sich aus 4 MByte L2 und 16 MByte L3 zusammen. Kompatibel ist der Prozessor mit dem AM4-Sockel. Eine Grafikeinheit ist nicht verbaut.

AMD RYZEN gaming

Dass es sich hierbei um einen echten High-End-Prozessor handelt, zeigt auch der Vergleich mit . AMD hat in verschiedenen Benchmarks aufgezeigt, dass die neue CPU minimal schneller ist als der Prozessor von Intel. Das gilt nicht nur für Benchmarks, sondern auch beim Spielen. AMD Ryzen besitzt zudem ein TDP mit 95 Watt, während Intels Prozessor auf 105 Watt kommt.

AMD lässt die Muskeln spielen

Dass der AMD-Ryzen-Prozessor nicht für die Masse gebaut wurde, dürfte durch einen vermutlich sehr hohen Preis absehbar sein. Viel interessanter werden die SR7-, SR5- und SR3-Modelle, die dann auch mit normalen Core-i3-, i5- und i7-Chips konkurrieren. AMD wollte wohl zunächst einmal zeigen, was wirklich in der Zen-Architektur steckt, die immerhin vier Jahre entwickelt wurde. Die Vorzeichen stehen endlich wieder gut.

Quelle: AMD via heisecomputerbase

 

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AMD Zen: Performance, Summit Ridge und Naples

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