Intel Ivy Bridge Prozessoren erweisen sich als Hitzköpfe

Ziemlich genau seit einer Woche ist Intels dritte Generation der iCore-Prozessoren nun am Markt, da machen die ersten OverClocker sich an die Arbeit. Bei deren Versuchen hat sich gezeigt, dass man mit gewöhnlichen Kühlmethoden schnell an seine Grenzen gerät, auch die Ivy Bridge Serie also recht viel Wärme abgibt. Erste Bastelarbeiten weisen nun darauf hin, dass es dafür eine ganz logische Erklärung gibt.

Intel Ivy Bridge Prozessoren erweisen sich als Hitzköpfe

Dass die bei den neuen * verwendete Wärmeleitpaste die Hitze einfach schlechter abführt, als die bei Vorgängermodellen benutzte Variante mit “flussfreiem Lot”, wie ComputerBase schreibt, stimmt zwar eigentlich auch. Der Austausch dieser Paste hat aber beileibe nicht so viel gebracht, wie zu erwarten gewesen wäre; eher im Gegenteil.

Alles eine Frage der Verhältnisse

Die neuen Dies seien zwar wieder deutlich kleiner und verbrauchen auch wieder weniger Strom, doch die Einsparungen sind nicht so groß, wie beim Faktor Baugröße. “Im Verhältnis, also relativ, muss also doch mehr Abwärme pro Quadratmillimeter Fläche abgeführt werden. Da sich die Architektur ja auch kaum geändert hat, ist die diesbezügliche Effizienz wohl nahezu gleich geblieben, nur eben bei kleinerer Fläche.

Nicht vergessen sollte man aber auch die ebenfalls gepimpte Grafikeinheiten auf dem selben Chip. Besonders die größere HD4000 sorge zusätzlich für ordentliche Temperatursteigerungen, was ebenfalls der Logik nicht gänzlich entbehrt. Möglicherweise gehören auch die leicht höheren Taktraten zu den Faktoren, die die Temperaturen steigen lassen.

Insgesamt hat die Wärmeleitpaste also nur sehr wenig mit dem “Problem” zu tun, wie ein User von pceva.com herausbekommen haben soll. Einen Lüfter zu finden, der Abhilfe verspricht, sei laut Computerbase ebenfalls nicht so leicht, allein schon wegen der kleineren Oberflächen, die die neuen i* aufweisen.

Für geübte Übertakter lohnt es sich vielleicht, bei Intel nochmal nach dieser OC-Versicherung zu fragen. Gute Kühlung ist aber trotzdem wichtig, um die CPU nicht allzu schnell ins Nirvana zu schicken. Auch für die dritte Generation iCore-Prozessoren gilt also, was schon für die vorherigen galt: wenn man wollte, könnte man auch sein Frühstücksei drauf braten.

Weitere Themen: Intel

GIGA Marktplatz