Ivy Bridge: Integrierte Grafik nur wenig besser geworden

Mit dem zur Zeit stattfindenden Generationswechsel der Intel iCore-Serie wird auch die Integration der Grafikeinheiten auf dem selben Chip (SoC) einen Schritt voran getrieben. Mit den Neuentwicklungen HD2500 und HD4000, die die bisherigen Grafikchips HD2000 und HD3000 ablösen, wollte Intel unbedingt die Lücke zu AMDs Llano-APUs schliessen, doch ist ihnen das auch gelungen?

Ivy Bridge: Integrierte Grafik nur wenig besser geworden

Unterschiede

Abgesehen von irgendwelchen technischen Details wird natürlich auch von den neuen “IGFs” (integrierte Grafik) ein weiterer Leistungsschub durch “Ivy Bridge” erwartet, so wie er sich ja auch bei den eigentlichen Prozessorwerten gezeigt hat. Im Prinzip ist das wohl auch der Fall, wie der Test der ComputerBase ergeben hat. Dennoch genügt das offensichtlich noch nicht, an die im grafischen Bereich führenden *-SoCs von AMD heran zu reichen.

Sicher, im Vergleich zu ihren Vorgängern sind die integrierten HD2500- und HD4000-Einheiten jeweils um gut 30% besser, doch hilft das nur bedingt. Je kleiner die Basis desto geringer fällt eine prozentuale Veränderung in absoluten Werten aus, so dass von dem gemessenen Vorteil der HD2500 gefühlt nahezu nichts übrig blieb. Dieses, doch etwas enttäuschende Ergebnis kann der größere Chip, wie gesagt, zwar toppen, bis zu AMDs aktueller SoC-Top-Plattform A8-3870K* fehlt aber noch ein ganzes Stück.

Weitere 35% sei AMDs aktuelles Flaggschiff besser, und die Weiterentwicklung “Trinity” steht auch schon in den Startlöchern. Im A8-Llano hat AMD eine Radeon HD 6550D-Grafik implementiert, die im Endeffekt bessere Benchmarkwerte und mehr Frames pro Sekunde beim Spielen ermöglicht. In anderen Bereichen sind die Lösungen aber wieder gleichauf.

Fazit

In punkto GPU-Computing stehe die Intel-Variante den Llano-Modellen beispielsweise in nichts nach, beurteilen die Kollegen die Technik abschließend. Mit der QuickSync-Technologie hat Intel zumindest an einer Stelle auch ein echtes Alleinstellungsmerkmal zu bieten, anspruchsvollere Kunden werden aber ohne eine “dedicated graphics” (Geforce, Radeon HD) kaum zufrieden zu stellen sein, weswegen die Kaufempfehlung der ComputerBase an AMD geht.

Aber gerade bezüglich dedizierter Lösungen sind die Aussichten ja rosig: außer auf die Trinity-APUs von AMD zu warten kann man die nötige Power ja auch mit einer GeForce- oder Radeon HD Grafikkarte nachrüsten, um wieder auf Augenhöhe zu kommen. Beides, also AMDs Trinity mit guter, integrieter Grafik sowie Intels iCore mit GeForce im Bundle, wird es in absehbarer Zeit auch in ultraschlanken, ultraleichten Gehäusen geben. Dann hoffentlich bezahlbar.

Ivy Bridge

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