Ivy Bridge: Intels dritte iCore-Generation auf dem Prüfstand

Grad gestern sollten die auf der TriGate-Technologie basierenden, neuen Prozessoren aus der dritten iCore-Generation von Intel endlich ausgeliefert werden. Doch ob und wie viel besser diese gegen ihre Vorgänger abschneiden würden, war noch nicht genau bekannt. Heute sieht das natürlich schon ganz anders aus, schließlich war die ganze Nacht Zeit zum Testen.

Ivy Bridge: Intels dritte iCore-Generation auf dem Prüfstand

Mehr ein Update, als ein wirkliches Upgrade stellt Intel mit der neuen Prozessorserie “*” auf die Beine. Das zeigt sich auch in der Bezeichnung “Tock Plus”, die auf einen Halbschritt des “Tick-Tock”-Prinzips hinweist, in dem der Chipriese seine Prozessoren weiterentwickelt. Dennoch erwartet der Kunde natürlich auch bessere Leistungswerte, doch inwieweit kann dieser “Zwischenschritt” das bieten?

Testergebnisse
In einem gewohnt umfangreichen Dossier hat sich die Computerbase gleich fünf verschiedene Modelle vorgenommen, bei denen es sich im Einzelnen um die Prozessoren i5-3450, -3550 und 3570K sowie i7-3770 und -3770K handelte. Besonders die gesunkene Stromaufnahme um rund 15-20%, die in nahezu allen Szenarien mit allen getesteten CPU-Modellen erreicht werden konnte, ist dem Tester positiv aufgefallen. Ähnlich, wie es wohl auch beim Konkurrenten AMD mit seiner Trinity-Plattform laufen wird, beziehen die neuen Intel CPUs ihre Mehrleistung vornehmlich aus einer höheren Basis-Taktfrequenz, aber auch aus einem aggressiveren Turbo-Verhalten. Ebenfalls positiv aufgefallen sei auch die Unterstützung von DDR3-1600 RAM-Modulen, wenngleich sich die Leistungsvorteile gegenüber der Vorgängerserie “*” mit “5 bis 10 %” etwas unter dem Erwarteten befänden.

Nimmt man die höhere Taktrate, die RAM-Unterstützung und den aggressiven Turbo raus, schrumpft der Leistungsvorteil auf dann nur noch etwa 1-2%, schreibt die Computerbase, womit als Kaufgrund wohl nur noch der geringere Stromverbrauch übrig bliebe. Da diese Features aber eben doch implementiert sind, bekommt man als Kunde ja doch die Mehrleistung, übrigens zu einem geringeren Preis. Der Neuling i5-3450 schneidet beispielsweise etwa gleich stark ab, wie das Modell i5-2500K aus der Vorgänger-Serie, kostet aber ganze 42,- US-Dollar weniger. Dies ziehe sich durch die ganze Serie, bis nach oben zu den neuen i7-Modellen, die allerdings aus anderen Gründen nur bedingt empfohlen werden.

Fazit

Nur wer viel in Anwendungen arbeite, die mit den acht Threads der i7-Modelle auch etwas anzufangen wüssten, käme in den Genuss des vollen Leistungsvorteils. In puncto Preis-Leistungs-Verhältnis empfehle sich aber eher einer der i5-Prozessoren, wie auch die – allerdings veränderliche – Auflistung der “Leistung pro Euro”-Werte eindeutig zeigt.
Über alles kann man aber wohl mit Fug und Recht behaupten, dass die * eindeutig besser und billiger ist, als ihre Vorgänger. Mit solch einem Ergebnis gibts dann natürlich auch eine klare Kaufempfehlung!

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