Adobe stoppt Entwicklung von mobilem Flash für Android und BlackBerry PlayBook

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Der Multimedia-Spezialist Adobe hat in der vergangenen Nacht erste Partner darüber informiert, dass sie die Weiterentwicklung der mobilen Flash-Varianten stoppen werden. Davon betroffen sind unter anderem das BlackBerry PlayBook, aber auch der Flash-Player für Android-Smartphones und -Tablets.

Wie ZDNet von seinen Quellen erfahren hat, will sich Adobe stärker darauf konzentrieren, dass bisherige Flash-Entwickler Adobe AIR für die Programmierung von mobilen Anwendungen nutzen.

ZDNet zitiert Adobe mit: “Wir werden den Flash Player für mobile Geräte nicht weiter an neue Browser, Betriebssystem-Versionen oder Geräte-Konfigurationen anpassen.” Für die aktuellen PlayBook- und Android-Konfigurationen will Adobe allerdings weiterhin in kritische Fällen Updates anbieten. Die Zusammenfassung der Mitteilung ist folgende: “Adobe stoppt die Entwicklung des Flash Players für mobile Browser”.

Unternehmen, die den Flash-Quellcode von Adobe lizenziert haben, können die Software zwar weiterentwickeln, doch Adobes Richtung zeigt eindeutig in eine Flash-freie Zukunft – jedenfalls auf mobilen Geräten. Zu bedenken ist, dass Adobe mit dem Flash Player selbst kein Geld verdient, sondern mit den Programmen, mit denen die entsprechenden Anwendungen entwickelt werden. Erst die Entwicklungsprogramme bringen Adobe Geld, und bei diesen wird der Hersteller in Zukunft auf Technologien wie HTML5 setzen.

Steve Jobs hatte Flash in seinem langem Artikel “Thoughts on Flash” im April 2010 stark kritisiert. Speziell ging es ihm um die schlechte Leistung der Flash-Plattform und die daraus resultierende verkürzte Akku-Laufzeit bei Verwendung von Flash auf mobilen Geräten.

Der Flash-Player für Android wurde erst im Juni 2010 nach einer mehrere Monate lang dauernden Beta-Phase vorgestellt. Die aktive Lebenszeit betrug also nur knapp 17 Monate.

Adobes offizielle Ankündigung soll im Laufe des Tages folgen. Erst gestern hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass man 750 Mitarbeiter entlassen werde und sich stärker auf digitale Medien und digitales Marketing kümmern will.

Update: Wie erwartet hat Adobe die offizielle Mitteilung mittlerweile auf seiner Website veröffentlicht.

Weitere Themen: flash, Android, Adobe


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