BlackBerry PlayBook Test – Wie gut ist das erste professionelle Tablet für normale User?

Als BlackBerry-Hersteller Research in Motion vor über einem Jahr mit dem Prototypen des PlayBook den Herausforderer von Apples iPad vorstellte, war die Begeisterung noch recht groß. Seit Juni gibt es das BlackBerry PlayBook auch in Deutschland. Wir haben uns das von Mike Lazaridis damals als "erstes professionelles Tablet" bezeichnete PlayBook etwas genauer angesehen. Wir wollten wissen: Wie gut ist das PlayBook als Tablet für Non-Professionals?

BlackBerry PlayBook Test – Wie gut ist das erste professionelle Tablet für normale User?

Die Frage muss so gestellt werden, denn RIM hat ganz offensichtlich mit dem PlayBook vor allem die eigene Klientel im Visier. Wie sonst soll man es sich erklären, dass das PlayBook nur über ein verbundenes BlackBerry-Handy eine UMTS-Verbindung bekommen kann? Sicher, ein 3G-Modul ist ein relativ teures Bauteil, sodass RIM durch diesen Trick Produktionskosten sparen kann. Aber auch eine völlig normale Tablet-Anwendung wie Email ist beim PlayBook nur in Kombination mit einem BlackBerry halbwegs normal zu nutzen. Auf dem PlayBook selbst sind zwar Icons für die Mail-Dienste von Google, Yahoo und anderen zu finden, wer darauf klickt wird aber lediglich auf die entsprechende Website im Browser verlinkt. Eine eigenständige Mail-App fehlt und ist auch nicht vorgesehen. Damit wird aber jeder Käufer eines PlayBook gezwungen, auch ein BlackBerry-Phone zu nutzen. Zumindest wenn er es richtig nutzen will. Ich denke, ich bin nicht der einzige, der das eigentlich nicht möchte. Von daher habe ich die Perspektive des Tests auf normale User gerichtet: Was taugt das PlayBook ohne BlackBerry?

PlayBook und Bold: Das BlackBerry-Dreamteam?

Aber fangen wir erstmal andersherum an. Was taugt das PlayBook mit BlackBerry? RIM war so freundlich, mir zum Testgerät ein BlackBerry Bold 9700 mitzusenden. Relativ problemlos kann ich PlayBook und BlackBerry Bold über Bluetooth verbinden und das Bold anschließend als UMTS-Modem für das PlayBook verwenden. Mein Versuch auf dem Bold ein Email-Konto einzurichten scheitert aber schnell. Das BlackBerry-Phone unterstützt nur Geschäftskonten der eigenen BlackBerry-Server. Da weder ich noch das Unternehmen, in dem ich arbeite, den Mail-Dienst von BlackBerry nutzen, kann ich kein Konto einrichten.

Aber auch die BlackBerry Bridge, über die ich Kalender, Kontakte, Mails etc. zwischen den beiden Geräten synchronisieren könnte, kann ich auf dem Bold nicht installieren. Um die App BlackBerry Bridge zu installieren, muss ich zunächst die BlackBerry AppWorld auf dem Bold installieren. Ich versuche es, wie von BlackBerry auf den eigenen Hilfeseiten vorgeschlagen, indem ich mit dem hauseigenen Handy-Browser zur entsprechenden Seite in der AppWorld surfe. Die Installation wird aber mit einer Fehlermeldung abgebrochen, dass die Seite nur mit Internet Explorer ab Version 5 korrekt arbeitet.

Also versuche ich es über den Computer. Im Firefox kommt dieselbe Fehlermeldung. Also nehme ich den Internet Explorer, den ich nur noch für hartnäckige Installationsprobleme auf dem Rechner lasse, allerdings in der aktuellen Version 9. Erste Erfolge kann ich hier erst verbuchen, nachdem ich mich als Administrator angemeldet habe. Jetzt beginnt die Installation zwar, bricht dann aber nach einiger Zeit mit dem Kommentar “Unable to create the loader ActiveX control” ab. Also ab in die Einstellungen. Die meisten ActiveX-Einstellungen sind bereits aktiviert. Ich aktiviere jetzt zusätzlich auch alle unsicheren ActiveX-Skripte und dann später alles, was irgendwie mit Skripting zu tun haben könnte. Erfolglos. Die BlackBerry Bridge kommt nicht zustande.

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