BlackBerry schadet dem Ansehen: Entwickler ziehen sich zurück

iOS und Android sind schon jetzt die Plattformen der Wahl für eine große Zahl von Entwicklern mobiler Apps. Auf den dritten im Bunde, BlackBerry, kommt möglicherweise ein Programmierer-Schwund zu. Verschiedene Unternehmen ziehen sich zurück und konzentrieren ihre Ressourcen auf Google und Apple – denn dort liegt die Zukunft.

Die großen Hardware-Unterschiede unter den RIM-Smartphones machen es für viele Entwickler schwer, einheitliche Apps zu erstellen. “Apples großer Vorteil ist, dass sie ein Touch-Display und einen Home-Button haben, mehr nicht”, erklärt Brian Hurley, CEO von Purple Forge gegenüber businessweek.com.

Auch Loic Le Meur, Chef von Seesmic, schwört dem kanadischen Hersteller ab. Er wolle künftig keine Mittel mehr dort ausgeben, wo kein Wachstum zu erwarten sei. Außerdem sei er erstaunt gewesen, dass BlackBerry-Apps, die einmal für die Smartphone-Modelle geschrieben wurden, nicht auf dem RIM-Tablet funktionierten.

Das BlackBerry PlayBook ist mit einem QNX-Betriebssystem ausgestattet, das mit dem bisherigen Smartphone-System des Unternehmens nicht kompatibel ist. Erst im kommenden Jahr sollen QNX-Smartphones von RIM erscheinen.

Andere sehen sogar ihren Ruf gefährdet, wie etwa Mobile Roadie, eine Plattform für App-Entwickler. CEO Michael Schneider erzählt von enttäuschten Kunden, die sich bei ihm über verzerrte Grafiken auf unterschiedlich großen Displays beschweren. “Letztlich fühlte es sich so an, als würden wir durch die Entwicklung für BlackBerry unser Ansehen beschädigen”, so Schneider.

Unter den “großen Drei” sei RIM der einzige Hersteller, der im ersten Quartal dieses Jahres einen Rückgang der Verkaufszahlen im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete. Auch für die Aktien sehe es nicht besser aus: Allein in diesem Jahr sank der Kurs bereits um insgesamt 52 Prozent.

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