Neues RIM-Management soll die Marke Blackberry stärken

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Mit den ernüchternden Quartalsergebnissen seines Chip-Herstellers Marvell sind auch für den Smartphone-Riesen Research in Motion die Hüllen gefallen. Der Marke Blackberry ging es schon seit längerem nicht so gut, immer wieder mussten Rückschläge gegen die Konkurrenz von Apple und Google hingenommen werden. Nun soll ein neues Management den Horizont erweitern, und Blackberry gleichzeitig neu ausrichten. Statt Business-Handys gibt es in Zukunft möglicherweise vor allem Einsteiger-Smartphones.

Den Umsatzrückgang um 13 Prozent beim Chip-Hersteller brachte Marvell-CEO Sutardja direkt mit seinem Großabnehmer RIM in Verbindung. Der Blackberry-Produzent fokussiere sich “mehr auf Einsteiger-Geräte, für die wir nicht der richtige Lieferant sind”. Ein solcher Schritt könnte für RIM tatsächlich auf der Agenda stehen. Zwar ist der kanadische Anbieter auf dem internationalen Markt weiter auf Wachstumskurs, in Nordamerika geht ihm jedoch im Konkurrenzkampf gegen die attraktiven High-End-Angebote von Apple und Google langsam die Luft aus. Analysten erwarten, dass RIM die niedrigen Verkaufspreise und Gewinnmargen nicht mehr lange halten können wird.

Zuletzt rutschte RIM auf Platz 3 der beliebtesten Smartphone-Plattformen hinter Apple und Google und Apple gelang es zweimal in Folge, mit seinen iPhone Verkaufszahlen den Blackberry zu übertreffen. In Europa ist ein solcher Machtwechsel vor allem in der Geschäftswelt nicht wirklich abzusehen – noch immer dominiert der Blackberry die Anzugtaschen. Ob sich der Fokus tatsächlich weg von den Business-Geräten hin zu Einsteiger-Modellen verlagern wird, muss auch das neue Management entscheiden, dass RIM in den kommenden Monaten errichten wird.

So wurde heute bekannt, dass der seit Dezember 2009 bei RIM beschäftigte Keith Pardy sich “aus persönlichen Gründen” von dem kanadischen Unternehmen trennen wird. Die Entscheidung kommt angesichts des schwindenden Marktansehens der Marke Blackberry nicht unbedingt voreilig. Eine Entscheidung über die Nachfolge wurde noch nicht öffentlich gemacht.


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