Open-Screen vor dem Aus: Adobes Flash-Exitus zieht seine Kreise

Nachdem Adobe gestern bekannt gegeben hatte, dass man die Weiterentwicklung des Flash-Players für mobile Geräte einstellen werde, gibt es nun ein weiteres Opfer: Flash für Fernseher und andere Elektronik-Geräte. Unterdessen plant BlackBerry die Entwicklung auf eigene Faust fortzuführen.

War bislang nur die Rede vom Aus des Flash-Players für mobile Geräte, werden die Ausmaße der Entscheidung erst so langsam klar. So trifft es nicht nur Android-Smartphones und -Tablets oder die Geräte von BlackBerry, sondern die gesamte Palette an existierenden Flash Playern für Unterhaltungselektronik. Dazu gehören neben Fernsehern unter anderem auch Blu-Ray-Player. Wie GigaOm meldet sind alle Produkte von dem Aus bedroht, die zu Adobes Open-Screen-Projekt gehören.

Die Zahl der tatsächlich betroffenen Geräte ist aber gering. Trotz namhafter Partner wie Broadcom, Intel, STMicroelectronics, NXP Semiconductors und Sigma Designs, die Flash in ihre Chips integrieren wollten, sind hauptsächlich Geräte von Sony und Logitech betroffen, die Google TV als Platform verwenden.

Adobe will den Markt jedoch nicht komplett aufgeben, sondern hofft nun, dass die Entwickler das AIR-Framework benutzen, um native Anwendungen auf mobile Geräte und Fernseher zu bringen. Zu ersten Partner gehören CNET und YouTube, die AIR-Apps für Samsung-TVs anbieten.

BlackBerry

Research in Motion (RIM) hat gegenüber AllThingsD gesagt, dass sie den Quellcode von Flash lizenziert haben und darauf basierend auch in Zukunft “ein kompromissloses Web-Browsing-Erlebnis für seine Kunden” anbieten werden. Man begrüße aber gleichzeitig Adobes Entscheidung, sich auf HTML5 zu fokussieren.

RIM will den Support sowohl für das PlayBook als auch für die BlackBerry-Smartphones aufrecht erhalten. Wie lange der angeschlagene Hersteller dies allerdings auf eigene Faust durchhalten wird ist fraglich.

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