Piratenpartei kriegt Geld – Große Parteispende von Jurasoft

Na sowas. Erst am Freitag hatten wir Euch berichtet, dass die eigentlich von allen schon wieder abgeschriebene Piratenpartei dieses Jahr möglicherweise doch noch zu ihrem großen Durchbruch kommen könnte, da gehen die Erfolgsmeldungen gleich weiter. Schatzmeister Rene Brosig freut sich über die erste Großspende eines Unternehmens für die Partei.

Piratenpartei kriegt Geld – Große Parteispende von Jurasoft

Wie bei den netzaffinen Freibeutern nicht anders zu erwarten, handelt es sich natürlich um ein Internet-Unternehmen, dem die Partei die Parteispende verdankt. Ganze 20000 Euro gibt es von der Jurasoft AG aus Berlin, wo die Partei gerade mitten im Wahlkampf steckt und sich laut letzten Umfragen gute Chancen ausrechnen kann, im nächsten Senat vertreten zu sein. Entsprechend euphorisch äußerte sich Brosig gegenüber Spiegel Online, “dass neben unseren Mitgliedern und Sympathisanten auch immer mehr Unternehmen die Ziele der Piratenpartei unterstützen”. Die Jurasoft AG bietet eine ganze Reihe von Webseiten sowie iPhone-, Android- und Blackberry-Apps zum Thema Recht, darunter eine Anwaltssuche und unter www.deutsche-gesetze.de eine elektronische Ausgabe der Gesetzgebung.

Auch bei den gestrigen Kommunalwahlen in Niedersachsen konnte die Piratenpartei in einige Rathäuser einziehen. Obwohl es im gesamten Land nur für magere 1% der Wählerstimmen reichte, konnten 18 Sitze erobert werden. Über 5% kam die Partei aber nirgends, das beste Ergebnis konnte die Piratenpartei mit 4,8% in Delmenhorst erreichen. In Wolfsburg, Hannover, Braunschweig sowie dem schon erwähnten Delmenhorst werden künftig zwei Ratssitze von den Freibeutern besetzt sein.

Was meint Ihr zu der Großspende? Nur ein Marketing-Gag eines Internet-Dienstleisters oder haben die Webjuristen und die Piratenpartei wirklich gleiche Ziele? Eure Kommentare könnt Ihr unten posten.

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