Tastatur-Case fürs iPhone: Blackberry verklagt Zubehör-Hersteller

Thomas Konrad
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Im Januar soll das Keyboard-Case vom Hersteller Typo eigentlich an Kunden versendet werden. Blackberry hat nun jedoch Klage gegen das Unternehmen eingereicht. Die Tastatur ähnele zu sehr dem „einzigartigen“ Design der Blackberry-Telefone

Tastatur-Case fürs iPhone: Blackberry verklagt Zubehör-Hersteller

Typo hat es sich zum Ziel gesetzt, die beste externe Tastatur für Apples iPhone zu entwerfen. Hinter dem Unternehmen steckt unter anderem US-Moderator Ryan Seacrest, der Teil der American Idol-Jury ist. Heraus kam eine 99 US-Dollar teure Hülle, die Apples iPhone 5 und iPhone 5s unterhalb des Bildschirms um eine Hardware-Tastatur erweitert. Die Tastatur ist hintergrundbeleuchtet und verbindet sich über Bluetooth mit dem iPhone.

Einem Bericht des Wall Street Journals zufolge hat Blackberry, bekannt für seine Smartphones mit Hardware-Tastatur, nun Klage gegen Typo eingereicht. „Ikonisch“ sei das eigene Tastatur-Design, die Typo Hülle eine offenkundige Kopie.

9to5Mac zitiert Steve Zipperstein, den Leiter von Blackberrys Rechtsabteilung: Zwar sei man geschmeichelt, dass das hauseigene Keyboard-Design auch für andere Smartphones angeboten werden soll. Tolerieren werde man dies allerdings nicht, ohne eine angemessene Ausgleichszahlung dafür zu erhalten. Es handle sich bei der Tastatur um geistiges Eigentum und technologische Innovation.

Als eine der zentralen Funktionen des Ur-iPhone aus dem Jahr 2007 gilt die Software-Tastatur. Steve Jobs betonte bei der Präsentation, dass Smartphones mit Hardware-Tastaturen einen großen Nachteil gegenüber Apples Lösung hätten: Dort könne man im Nachhinein keine Tasten und Funktionen hinzufügen. Software, die ohne Tastatur auskommt, kann so den gesamten Bildschirm nutzen. Bei Smartphones mit Hardware-Keyboard sei das Internet – auch durch die Software bedingt – lediglich eine “Baby”-Version des eigentlichen Internets.

Artikelbild: typokeyboards.com